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Archiv für Oktober, 2006

In Bezug auf die URN Diskussion, habe ich folgenden Artikel entdeckt, den ich aber noch nicht gelesen habe.

Langston, Marc and Tyler, James (2004). “Linking to journal articles in an online teaching environment : The persistent link, DOI, and OpenURL”.
Internet and Higher Education, Vol. 7., p. 51-58.
http://www.uwex.edu/disted/conference/Resource_library/proceedings/04_1203.pdf

Abstract:

The growing availability of online journal literature and the license agreements that make such literature useable
in an academic environment present educators opportunities for using journal articles in online teaching. The use of online journal articles avoids logistical challenges associated with the use of printed copies of journal articles, particularly when assembling course packs. Technological developments have improved the reliability of linking to journal articles via the World Wide Web. Three linking methods are described: persistent linking services available in online databases and journal collections; the digital object identifier (DOI), and OpenURL. Faculty who wish to
reliably integrate links to journal articles in online instruction should be familiar with these linking methods.

[via Enger 2.0]


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Die Universitätsbibliothek Stuttgart und das cms der Humbold Universität zu Berlin betreiben ein DFG Projekt zur Erstellung einer deutschen SHERPA/ROMEO Liste. Ziel der Liste ist es eine deutschsprachige Oberfläche für die Liste zur Verfügung zu stellen sowie ein Interface zur Verfügung zu stellen mit denen die Hochschulen die Verlagspolitik insolierender deutschsprachiger Verlage und Zeitschriften, die zur Zeit kaum erfasst sind, zu erfassen und zu ergänzen.

Der Prototyp der ständig erweitert und aktualisiert wird ist nun seit kurzem online.

[via medinfo]


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Endlich bin ich dazu gekommen, Zotero etwas ausführlicher zu testen. Das Tool unterstützt laut eigener Aussage eine Reihe von Seiten und Katalogsystemen. Dabei ist die folgende Auswahl die interessantesten CiteULike.org (funktioniert aber nur in der Listenansicht, nicht beim Ansehen von Einzeltiteln), Amazon (aber nur com) WoldCat, Library of Congress. Ebenso PubMed, Google Books und Google Scholar (aber auch hier nur .com)

Der erste Eindruck, dass man hauptsächlich den angloamerikanischen Markt abdeckt, bestätigt sich im Katalog der TU-Berlin wird zwar erkannt, dass Einträge vorliegen diese lassen sich jedoch nicht importieren, obwohl die Software mit Aleph zusammenarbeiten soll. Gleiches gilt für den OPAC des HBZ. Pica wird noch gar nicht unterstützt. Der Katalog des KOBV, der auf Metalib basiert, wird auch gar nicht erkannt.

Soviel zu den klassischen Medien in Bibliotheken, wie sieht es mit der unterschiedlichen Onlinemedien aus, wünschenswert wäre hier eine Autoerkennung von Blogbeiträgen, von YourTube Videos oder Flickr Bildern. Diese Anforderungen bleiben jedoch zunächst alle Wunschträume. Ein Auslesen von Metadaten aus JPEGs scheint leider auch nicht möglich zu sein.

Erfreulich ist das Metadaten des E-LIS Servers, von OPUS Servern und des edoc Servers der HU erkannt werden. LibraryThing und Connotea werden hingegen leider nicht unterstützt.

Unangenehm finde ich auch, dass sich das Tool in der Statusleiste extrem breit macht. Ein rotes Z als Icon hätte völlig ausgereicht, stattdessen hat man sich für den gesamten Schriftzug Zotero entschieden, dies mag jedoch Geschmackssache sein.

Ebenfalls eine Möglichkeit BibTex über eine Pastebox oder per markieren zu importieren wäre wünschenswert.

Fazit: Der erste Eindruck ist das das Tool ein guter Ansatz ist, jedoch ist das Tool nur sehr eingeschränkt brauchbar, wenn man deutschsprachige Literatur verwenden möchte. Ebenso ist das Speichern von Onlinequellen noch sehr optimierbar. Von einem „Next Generation Research Tool“, wie sich Zoterto bezeichnet, erwarte ich jedoch einiges mehr, insbesondere was das Handling von digitalen Materialen angeht. Es darf eben nicht bei der Extraktion von Katalog und Datenbank Metaaaten bleiben, dies können auch die vorhandenen Tools wie Endnote oder Citavi (dann über Z39.50 Anbindungen) sondern das Handlang von Materialen die man online findet, wie Präsentationen, Bilder, Texte und Videos muss spürbar verbessert sein. Die Einbindung der verschiedenen eDoc Server , von Google und Amazon stellt hier einen Schritt in die richtige Richtung dar. Man darf gespannt sein wie sich das Tool weiter entwickelt, der Ansatz ist der Richtige vielleicht finden sich ja auch einige deutsche Bibliothekare die die Entwicklung mit betreiben damit auch die Einbindung von deutschsprachigen Quellen verbessert wird.

Update: Kleiner Nachtrag nachdem ich auf der Zoptero Seite etwas gesurft bin. Habe meine Anmerkungen auch mal dort im Forum untergebracht, bin gespannt auf die Reaktionen. Die deutsche Übersetzung müsste laut Blogeintrag bereits fertig sein, jedoch habe ich noch nicht gefunden das sie Verfügbar wäre.

 


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Etwas sachlicher als gearde erklärt der o’reilly Verlag in seiner kostenlosen Broschüre (PDF) was das Web 2.0 ist und welche Dienst man kennen sollte. Natürlich ist die Broschüre leicht mit Werbung gewürzt man findet zu verschiedenen Themen in welchen Verlagspublikationen man mehr zum Thema erfahren kann.

Jedoch wäre es durchaus sinnvoll diese Broschüre einigen Bibliotheken als Einführung in das Thema an die Hand zu geben.

[via Netbib und newsletter von ulrich-media]


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[via Netib und Schnutinger]


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Moment mal, wird sich der eine oder andere Leser nun fragen, ist die Konferenz nicht schon einige Tage her. Nein mitnichten, dies war die Internet Librarian International (ILI 2006) in London. Hier wird es um die Internet Librarian 2006 (IL2006) in Monterey Kalifornien USA gehen, die in der letzten Woche stattfand.
Auch für diese Konferenz gibt es ein Tag bei Technoratie und zwar IL2006. Inzwischen gibt es schon über 230 Posts. Nur kurz einige Highlights aus dem Programm:
Am Montag sprach Michael Cassey, Jenny Levine und Michael Stephens (die Library 2.0 Pinoniere) über “Public Library 2.0: Emerging Technologies & Changing Roles”, außerdem gab es einen Vortrag zur Second Life Library von Lori Bel, Tom Peters und Michael Sauers, ebenso stand das gesamte Web Design & Development Panel unter dem Zeichen von Web 2.0 Technologien wie beispielsweise Mash-Ups. Am Dienstag folgte dann sogar noch ein ganzes Panel über Mash-Ups und eins über Sozial Computing. Dies Thema war sogar so wichtig, dass ein zweites Panel dazu am Mittwoch stattgefunden hat.

Bin gespannt wie die nächste InetBib Konferenz ausschaut, leider ist noch nicht zu erfahren wann und wo die nächste stattfindet. Es wäre sehr zu hoffen, das dies im nächsten Jahr ist, denn ein zweijähriger Zyklus ist bei der schnellen Entwicklung der Technologie wohl kaum sinnvoll.


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Viafflow
Thom Hickey berichtet in seinem Blog Outgoing darüber das er einen Vortrag über VIAF auf der Access 2006 Konferenz gehalten hat. Sowohl die Folien (PPT) als auch ein “>MP3 Mitschnitt sind online.. Ebenso sind die meisten anderen Vortäge der Konferenz, wie auch der Vortrag von über Stella von Anne Christensen (sie berichtete in netbib darüber) verfügbar.


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Markus Trapp hat ja schon auf die aktuelle Ausgabe der iX und den Artikel über Microformats hingewiesen. Jedoch finde cih den Artikel der sich direkt davor befindet “Smartes Chaos. Web 2.0 versus Sematic Web” von Cai Ziegler noch interessanter. Insbesondere erinnert mich die Gegenüberstellung von Semantic Web und Folksonomien stark an den Vergleich mit der bibliothekarischen Sacherschließung:

“Folksonomien entsagen den ordnenden Prinzipien, die in den strengen Strukturen der Taxonomie zu finden sind. Und genau darin liegt ihre Stärke: Die Vergabe eines Tags bedarf keines großen Aufwands und ist in wenigen Sekunden vollzogen; Surfer weisen Labels zu, die ihnen gerade in den Sinn kommen und ihnen am besten geeignet erscheinen, das dahinter stehende Konzept zu beschreiben.”

Das Semantic Web wird sich nur dann durchsetzen, wenn es zusammen mit dem Web 2.0 funktioniert. Ein reines Sematic Web hält Cai Ziegler für gescheitert. Insbesondere durch die Probleme der Vereinbarkeit von verschiedenen Taxonomien und Ontologien:

“Tatsächlich handelt es sich um in der Künstlichen Intelligenz altbekannte Probleme, seit Jahrzehnten ungelöst, nun in ein neues Gewand frisch verpackt.”

Nun Jakob Voß würde diesem sicher widersprechen und SKOS als Lösung für genau dieses Problem präsentieren. (Er hat am 17.10.06 im Berliner Bibliothekswissenschaftlichen Kolloquium einen Vortrag dazu gehalten) Jedoch bin ich mir nicht so ganz sicher ob sich dies, auch wenn es ein W3C Standart wird, durchsetzen können. Denn wir können nicht darum herum das Ontologien und Taxonomien erstellt werden müssen und dass diese dann auch noch intellektuell aufeinander gemappt werden müssen. Dies mag in Spezialanwendungen wie bestimmten Datenbanken durchaus praktisch sein, jedoch habe ich meine Zweifel, dass sich so etwas für das Web insgesamt durchsetzen wird.

Update: Direkt noch ein kleiner Nachtrag aus den Kommentaren die auf Markus seinen Beitrag erfolgten. Harald Sack weißt dort auf seinen interessanten Beitrag: ” how to connect semantic web and web 2.0” hin. Von Benjamin Nowack stammt der Hinweis das der Beitrag in der RDF Community zerrissen wurde und inhaltliche Fehler enthält (leider sagt er nicht welche :-( ) Ebenso weißt er auf seine Präsentation Semantic Web und Web2.0 hin.

Ich persönlich sehe nach Durchsicht all dieser Quellen nicht, wie das Problem der Eindeutigkeit (Semantic Web) und kontrollierten Vokabularen gegenüber dem Sozial Tagging (mehrere Begriffe für dasselbe Konzept) gelöst sein soll. Microformats sind daher natürlich nur ein Semantic Web light, weil sie genau diese Problematik umgehen.


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Gestern auf der akademischen Verabschiedung von Prof. Dr. Walther Umstätter wurde ihm seine Festschrift “Vom Wandel der Wissensorganisation im Informationszeitalter”
von Petra Hauke übergeben. Die Festschrift ist im Rahmen des Projekt “Von der Idee zum Buch” entstanden. Die Studenten in diesem Projekt schreiben nicht selber, sondern lernen welche Schritte (und Fähigkeiten) beim Herausgeben eines Sammelbandes notwendig sind.

Da Prof. Umstätter den digitalen Medien immer sehr verbunden war, war es diesmal Ziel das Werk Open Access zu publizieren. Da es schön ist, auch etwas gedrucktes in der Hand zu haben, ist Frau Hauke auf die Suche nach einem Verlag gegangen, der das Buch herausbringt unter der Voraussetzung das es von Anfang an Online zugänglich ist. Dies soll ja, wie in vielen Open Access Publikationen gesagt, nicht dazu führen, dass sich ein Buch schlechter verkauft.

Nach einer langen Odyssee gelang es einen Verlag zu finden, der den Ansprüchen genügte (es sollte nach Möglichkeit ein bibliothekarischer Fachverlag sein) und der bereit war Open Access zu wagen. Hierfür sollte der Verkaufspreis natürlich auch nicht all zu hoch sein.
Der Band ist nun bei Bock & Herch erschienen und kostet 27,50 €. Man darf gespannt beobachten, in wie weit sich das ganze für den Verlag rechnet. Das erste Ergebnis ist außerordentlich gut, es hat schon mehr Subskriptionen gegeben als erwartet.

Ich bin gespannt wie sich dies weiter entwickelt, Frau Hauke wird bestimmt darüber berichten.


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Im deutschen Wikisource ist die Diskussion aufgekommen, wie man Seiten dauerhaft und eindeutig referenzieren kann, zum Beispiel bei Zitaten.
Die Antwort die man zur Zeit drauf erhält sind dauerhafte URLs des Stils:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Uniform_Resource_Name&oldid=22366097

wobei auch eine Angabe wie

http://de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=22366097

ausreichend ist, um zur entsprechenden Version zu gelangen, dies bedeutet das die Seite auch bei einer Umbenennung des Artikel allein durch seine OLDID erreichbar ist. Nun das OLDID ein unglücklicher Name ist, wenn man auf eine aktuelle Version eines Artikels verlinkt ist eine ganz andere Geschichte.

Nun die Zitierung einer Version ist dauerhaft gewährleistet. Diskussion abgeschlossen? Leider nicht ganz.

Sollte doch einmal, der, zugegebene unwahrscheinliche, Fall eintreten, das aus irgendeinem Grund ein Projekt umbenannt werden, oder sich der erste Teil der URL ändert ist der Text nicht mehr erreichbar. Da Wissenschaftler jedoch sehr langfristig denken. Aus diesem Grund wurden andere Systeme wie die URN oder auch die DOIs entwickelt.

Bei diesen Systemen wird jedem Dokument ein Name zugeordnet. Dieser Name verweist nicht direkt auf den Ort des Dokuments, sondern verweist auf eine Datenbank (der Resolver) in der gespeichert ist wo das Dokument liegt. Sollte sich jemals der Ort (die URL) des Dokuments ändern wird nur der Eintrag in der Datenbank verändert, nicht aber der Name des Dokuments, dieser bleibt dauerhaft gleich.

Wie lässt sich dies System nun für die Wikimedia Projekte wie die Wikipedia verwenden? Wie schon gesagt es gibt mehrere Systeme die so funktionieren, diese können völlig unabhängig voneinander genutzt werden, so dass ich das Ganze nur an einem Beispiel, der URN, deutlich machen möchte.

URNs sind das System für das sich international die Nationalbibliotheken für ihre digitalen Dokumente entschieden haben. Diese haben innerhalb der URN einen eigenen Namensraum, der nbn heißt.

Eine URN hast Beispielsweise das folgende Format:

urn:nbn:de:gbv:089-3321752945

Dabei ist das Ganze hierarchisch aufgebaut:
NBN: Nationalbibliotheken
DE: Deutschland
GBV: Namensraum des Gemeinsamen Bibliothksverbundes
089-3321752945 Nummer des Dokuments

Zu dem Dokument gelang man über einen Resolver z.B. den der Deutschen Nationalbibliothek. Ebenfalls gibt es ein Plugin für Firefox und den Internetexplorer mit dem man dann die URN direkt in die Adresszeile des Browsers eingeben kann.
Ideal wäre es wenn Wikimedia über einen eigenen Namensraum verfügen könnte. Diesen könnte man dann Beispielsweise folgendermaßen gestalten:
URN: wie oben
WM: Namensraum von Wikimedia
DE: Sprachkennnung
WP: Projekt oder Unternamensraum
123456 Zahl die der momentanen OLDID entspricht

So könnten diese Zahlen ganz einfach aus den bisherigen Informationen des Dokuments erzeugt werden. Umgekehrt ließe sich so auch recht einfach ein Resolver aufsetzen. Da sich der erste Teil ganz einfach in eine URL umwandeln ließe und der zweite Teil einfach hinten angehangen wird. Zumindest so lange an der bisherigen Struktur nichts geändert wird.

Nun kann man sich sicher streiten ob man zuerst die Projektkennung oder erst die Sprachkennung verwendet. Ich würde die Sprachkennung vorziehen, da so die einzelnen Chapter leichter zusätzliche Unternamensräume für eigene Dokumente und eigene Projekte einrichten könnten, aber letztendlich wäre dies auch egal.

Um das ganze nun wirklich dauerhaft abzusichern wäre sozusagen als Krönung es sicher möglich mit den verschiedenen Nationalbibliothken Verträge abzuschließen, dass sollte irgendwann mal etwas schief gehen (wovon natürlich keiner Ausgeht) diese das Resolving übernehmen und den letzten verfügbaren Dump verfügbar machen würden. Dies wäre selbstverständlich mehr ein symbolischer Akt für die Wissenschaft um auch dem letzten noch die Ängste zu nehmen, dass das Dokument irgendwann nicht mehr zugänglich wäre.

So wäre es möglich unabhängig davon was die Zukunft bringt eine ganz bestimmte Vision eines Wikipedia-, Wikisource-, Wikibooks-, …. Dokuments zu referenzieren.

Notwendig für diesen Schritt wäre es einen eigenen URN Namensraum zu beantragen, dis ist sehr aufwendig aber es gibt auch andere Persistent Identifier bei denen so etwas vielleicht etwas schneller geht. Ich selber bin gespannt, wann es so etwas für die Wikimedia Projekte gibt.

Jetzt interessiert mich die Meinung der Leser, was meint ihr? Sind URNs sinvoll? Oder lieber ein anderes System von Persistent Identifier (man kann durchaus auch mehrere Systeme unterstützen)? Oder sehe ich das ganz falsch und Persistent URLs reichen doch?


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