Hi Patrick! Ich kann Deine Anmerkungen unter der Zitatstelle von mir nur doppelt und dreifach unterstreichen. Es wäre ein Fehler zu denken, mit der Technik allein könne man Zaubern und alles super zukunftsfähig machen. Geld ist sicherlich auch nicht das alleinige Mittel, aber gerade im Bereich Weiterqualifikation/ Weiterbildung für Bibliothekare bzw. die Anstellung von in Sachen Webtechnologien bereits gut qualifizierten MitarbeiterInnen könnte gutweiterhelfen. Dennoch hast Du recht, die Veränderungen müssen von innen heraus und in den Köpfen der Bibliothekare selbst verankert sein. Ein Umdenken muss stattfinden und man sollte die Angst abbauen, dass durch Tagging und Co. die etablierten alten Tradtionen des Hand- und Denkwerks über Bord gehen. Vielmehr könnten durch geschickten EInsatz von Weblogs, Rss, Wikis, Tagging und Bookmarking-Systemen die Traditionen bewahrt, gestärkt und vor allem zukunftsfähiger gemacht werden. Die Bibliothek muss ihre Einwegkommunikation der reinen Informationsbereitstellung und -vermittlung öffnen in Richtung echter interaktiver Dienste, die dem Kunden einen Rückkanal zur Bibliothek und untereinander geben.
Nicht zur Rechtfertigung, aber zur Transparenz: Dass das Panel im Endeffekt zunächst sehr technisch angelegt war liegt daran, dass der Moderator in der Vorabkonzeption hier den Schwerpunkt gelegt hatte. Hier ist Harald der Experte, ich habe eher versucht die – wenn man so will – medienhistorischen Hintergründe und die soziologischen Veränderungen anzudeuten, die u.a. mit den Technologien bzw. durch deren massenhaften Gebrauch der User angeschoben werden.
p.s. Auch wenn Abebooks es anders darstellt: Der Eindruck, dass das Panel (auch) zu PR-Zwecken dienen sollte, ist auch bei mir nicht wirklich auszuräumen. Dennoch fand ich es eine interessante Runde, die trotz der knappen Zeit in der zweiten Runde ein paar wichtige Diskussionen angestossen hat, die in weiten Teilen auch zu Deiner Argumentation passen.
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