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Archiv für Oktober, 2006

Update: Wie Markus in den Kommentaren schon angemerkt hat, war der Fuchs doch noch etwas schneller als gedacht. Nun berichtet Golem.de umfassend über alle Neuigkeiten des Firefox.

Morgen soll es soweit sein, Firefox 2.0 wird erscheinen. Voraussichtlich ist der Browser gegen abend verfügbar sein. Neue Funktionen wird es im Vergleich zum RC3 nicht mehr geben. Aber man sammelt schon Ideen wie es weiter gehen kann.

[via Golem]


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Jakob Voß weißt in der deutschen Wikipedia Mailingliste auf zwei Songs über die Wikipedia hin. Schon etwas länger gibt es: RfA: A self-nomination (parody) (Ogg) Dieses Lied stammt von einem Wikipedianer. Von außerhalb der Community stammt der Song: “Ich habe keinen Eintrag bei Wikipedia” (MP3) von MrRenz aka Stefan Renz. Besonders lustig die Stelle: “Wikipedia ergo sum”.


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Lambert Heller hat bereits ausführlich über unsere primo Diskussion berichtet. Jedoch gibt es einiges an Kommentaren die ich hinzuzufügen habe.

Nochmal kurz um Kontext. Lambert hat in seinem Beitrag “Folksonomies - das Gegenteil von Datensilos” die Frage aufgeworfen in wie weit in primo mit bestehenden Folksomomie Systemzusammenarbeit bzw. ob das Taggen in primo dazu führt, das jede Bibliothek ihr eigenes Datensilo schafft, was sicher nicht im Sinne einer Bibliothek 2.0 ist.

Was ist primo?
Das grundsätzliche Konzept von primo ist die Pflege und Haltung von Daten zu trennen von ihrer Präsentation. Primo soll somit das “Frontend” also die Web-Oberfläche für alle bibliothekarischen Systeme wie beispielsweise Katalog, eDoc Server oder lokalen Datenbanken bieten. In primo werden die Metadaten aus allen diesen System eingespielt zusammengeführt und für die Suche und Ausgabe normiert und indexiert. Zum indexieren wird standardmäßig Lucence verwendet, alternativ kann aber auch jede andere Suchmaschinentechnik wie beispielsweise die Fast Suchmaschine eingesetzt werden. All diese Daten werden in der Publishing Plattform gesammelt und können dort auch noch weiter angereichert werden zum Beispiel mit Buchcover von Amazone oder gescannten Inhaltsverzeichnissen. Weitere Möglichkeiten von Anreicherungen sind durch den Benutzer möglich, wie Reviews und sozial Tagging. Über ein Recomander-System (Empfehlungen wie bei Amazon) wird ebenfalls nachgedacht, hier ist man sich jedoch noch nicht sicher was man als Datengrundlage verwenden soll, allein durch Ausleihungen ist man sich einig wird man dies nicht bewerkstelligen können.

Lokale Tags oder nur globale Tags

Ich teile die Ansicht von Lamber Heller nicht, dass sinnlos ist einen unabhängigen Bereich für “lokale” Tags zu schaffen und ausschließlich darauf zu setzen vorhandene Systeme einzubinden. Für den Anspruch, den Bibliotheken haben, kann die Trennung von einen globalen Bereich und einem lokalen Bereich durchaus Sinn machen. Was wir in der Diskussion vergessen hatten und mir im Nachhinein einfällt, ist dass wenn man einen solchen lokalen Bereich aufbaut man den Benutzern nicht nur einen Export in Connotea und andere Systeme anbieten sollte, sondern auch ein Import aus diesen Systemen in primo.

Nice to have

Ein weiterer Vorschlag von unserer Seite war das Exlibris den BibTeX Export unterstützen soll. Das BibTex Format war nahezu bekannt, so dass man auch diesen Tipp dankbar aufnehmen wird.

Ein Feature was besonders interessant klang war, dass man primo Suchen, die man gespeichert hat per RSS abonnieren kann.

Fazit

Insgesamt kann man sagen primo macht einen sehr interessanten Eindruck, jedoch wo viel Licht ist ist auch Schatten. Und dieser liegt wie so oft bei Bibliothekarischen Produkten im Preis. Primo wird kann je nach Größe der Bibliothek und Menge der einzubindenden Datenbanken und Kataloge zwischen 30.000 (Firmenbibliothek) und 700.000 € kosten. (Natürlich sind dies keine Festpreise, jedoch soll es hier nur um eine Größenordnung gehen. Der Preis für eine normale Universitätsbibliothek wird ungefähr bei 300.000 € liegen. Somit wird eine entschiedene Frage sein ob der Bibliothek diese Zusatzfunktionen soviel wert sind. Ebenso werden nicht alle Ideen sich direkt in Version 1.0 von primo umsetzen lassen. Es ist geplant das primo Ende des ersten Quartals 2007 in Produktion geht, diese Angabe ist aber wie alle Angaben zum Starttermin von Software mit der entsprechenden Vorsicht zu genießen.

Mein Fazit ist, dass Exlibris mit primo einen Trend erkannt hat und Bibliotheken die es sich leisten können, den Einstieg in die Bibliothek 2.0 Welt mit primo ermöglichen. Hier sei aber nochmals, wie schon zuvor darauf hingewiesen (und man kann es einfach nicht oft genug sagen) die Technik ist nur eine Komponente der Bibliothek 2.0, das Öffnen in den Köpfen der Bibliothekaren ist mindestens genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger. Ich freue mich drauf diese Entwicklung weiter zu beobachten.


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Die High Level Expert Group on Digital Libraries hatte am 17. Oktober das 2. Meeting. Besprochen wurden der Stand der
i2010 digital libraries initiative, Urheberrecht, Wissenschaftliche und Informationen und Technologie. Ob dies auch Web 2.0 Technologien beinhalte ist nicht herauszubekommen. Dies darf aber (leider) bezweifelt werden.

Außerdem gib es ein Video von EuroNews zur European Digital Library (EDL).


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Heute waren Lambert Heller und ich bei ExLibris in Hamburg. Auf unserem Plan standen 2 Themen. Zum einen die Frage, die ich aufgeworfen haben in wie fern die geschlossene Kommunikationsstrategie nicht mehr zeitgemäß ist. Darum wird es in diesem 1. Teil gehen. Das zweite Thema war primo und sozial Tagging wo von Lambert die Frage aufgeworfen wurde ob man “Datensilos” aufbaut, die nicht mit anderen Web 2.0 Diensten kompatibel sind.

Der Empfang war sehr freundlich. Bei dem Gespräch waren von der Seite von ExLibris Jürgen Küssow, Marc Daubach (Bild rechts) ,Ullrich Jüngling und Tamar Sadeh (aus der Zentrale in Jerusalem) dabei.

Es gab Zustimmung zu der Aussage, dass die Kommunikation wirklich etwas sehr geschlossen ist und ist hier ein Verbesserungspotenzial besteht. Natürlich wird eine totale Offenheit nicht möglich sein, jedoch gilt es hier einen idealen Mittelweg zu finden. Meine Ermunterung, dass es schön wäre auch von Exlibris Entwickeln ein Blog zu sehen, wurde positiv aufgenommen. Exlibris hat sogar zugesagt, dass ein Blog geben wird, man darf gespannt sein. Zeitlich hat man sich noch nicht festgelegt. Ebenso wurde meine Idee vorhandene Web 2.0 Dienst in die Webseite zu integrieren mit großem Interesse gehört. Ich bin gespannt, ob man demnächst eine Veränderung bei ExLibris beobachten kann.

Um die Frage vom Anfang zu beantworten: Zur Zeit ist ExLibris noch nicht 2.0, jedoch haben wir während des Treffens das deutliche Interesse gespürt dies zu verändern. Spätestens nach dem geplanten Relaunch der Webseite, werde ich mich mich erneut mit dem Thema beschäftigen. Wir werden sehen, wie weit ExLibris den Weg gehen wird.


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SWR2 Wissen mit einem Beitrag über Wikipedia “Das Lexikon zum Selbermachen. Wie die Internet-Enzyklopädie Wikipedia die Wissensgesellschaft verändert”. von Gabor Paal. Den Beitrag gibts zum Nachhören und im SWR2 Wissen Podcast. Außerdem ist das Manuskript zum Download verfügbar.

Unter anderem mit Jimmy Wales (Wikimedia Foundation), Elmar Mittler und Klaus Holoch (Brockhaus), der behauptet Wikipedia ist keine Enzyklopädie. Außerdem mit dabei Jakob Voß und Martin Haase von Wikimedia Deutschland. Der Beitrag geht deutlich mehr in die Tiefe als so manch anderer. Es wird sehr gut auf die Schwächen und Stärken der Wikipedia eingegangen und es wird über die Wikipedia Academy berichtet, die dieses Jahr in Göttingen stattgefunden hat.


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Netbib berichtet, dass das Library Journal jetzt einen Podcast hat Der Podcast Open Libraries Episode 1 wurde von Jay Datema erstellt und ist 60 Minuten lang. Thema ist das Herbst Heft netConnect, das den Titel Libraries 2010 trägt. In dem Heft geht es darum wie man zur Library 2.0 gelangen kann, so dass auch die erste Ausgabe des Podcasts voll mit 2.0 Themen ist, wie Zotero, DSpace und Open Access.


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Genau wie gestern eine kleine Liste der Blogeinträge, die ich zur ILI gefunden habe:


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Habe durch einen Hinweis von The shifted Librarian habe ich das sehr interessante Library Success Wiki entdeckt, Dort werden best practice Beispiele gesammelt. Zum Beispiel zum Thema Podcasting oder Live RSS Feeds. Als ich mir das Wiki etwas genauer angeschaut angesehen habe, war ich doch etwas verwundert als ich lesen musste, dass die Inhalte und das Wiki unter der Creative Commons CC-BY-NC-ND Lizenz stehen. ND steht dabei für “keine Derivate”. Da aber jeder Edit ein Derivat erzeugt, wäre jedes Verändern der Texte eine Lizenzverletzung. Also ein Wiki in dem man nichts ändern darf? Hmm ich glaube, so war’s nicht gemeint.

Hier kann man Meredith Farkas nur sagen:

“Please familiarize yourself with the license”

Ansonsten steht diese dem erklärtem Ziel entgegen:

“Anyone who wants to add to or edit topics on the wiki can do it. You don’t need to ask before making a change — this wiki belongs to the community of librarians who use it.”


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Auch Michael Stephens blogt über die ILI 2006:

“My favorite slide was Phil Bradley’s, in response to all the discussion about semantics and buzzwords. It simply said:

“I don’t care”

I LOLed and Phil proceeded to detail how the web and how libraries are changing, as did the other esteemed folks.”

[via Tame the Web]


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