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Kommentare zu: Kritik an „21 gute Gründe für gute Bibliotheken“ (Teil 4 von 5) http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/ Innovative Ideen für Bibliotheken, Freie Inhalte und Interessantes aus dem Web Thu, 23 Oct 2025 22:11:22 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.3.34 Von: Bibliotheken als Bildungseinrichtungen :: Wünsch dir was :: June :: 2008 http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-653 Mon, 11 Aug 2008 12:11:52 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-653 […] darauf hinwies. Er selber äußerte in fünf Teilen Kritik an dem Papier (1, 2, 3, 4, 5), tene hat in ihrem Blog das Papier daraufhin in drei Teilen (1, 2, 3) kritisiert, Prof. […]

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Von: Steffi http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-633 Tue, 22 Jul 2008 12:09:06 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-633 Also zu der statistischen Angabe muss ich aber folgende Erkenntnisse aus der Studie „Leseverhalten in Deutschland“ (1992 + 2000) entgegen halten, welche Folgendes zeigte:
Die Mediengewohnheiten der PC-Nutzer und der PC-Nichtnutzer unterscheiden sich in diversen Bereichen, beispielsweise bei der Nutzung von Büchern: 64% der PC-Nutzer lesen Sach- oder Fachbücher, wohingegen dies nur 22 % der PC-Nichtnutzer tun. Allgemein weisen PC-Nutzer eine stärkere Bindung an das Medium Buch auf. Grundsätzlich nutzen die Nutzer von PC und Internet alle Arten von Medien deutlich intensiver als Nichtnutzer von elektronischen Informationsmedien. Somit kann behauptet werden, dass Buchnutzung und Lesen eine Voraussetzung für die Nutzung anderer Medien ist. (Stichwort: Informationskompetenz)
Die 2000 wiederholte Studie wurde 2007 wiederholt und dessen Ergebnisse werden im November 2008 veröffentlicht.

Zu den neueren Tätigkeiten wie Bloggen, twittern etc. kann ich nur sagen, dass das doch immer noch eine Form von Vermitteln ist. Vielleicht sollte man daher in dem Papier den Wandel des Berufsbildes verdeutlichen: von der Buchzentrierung zur Kundenzentrierung, von der traditionellen, papierbasierten Bibliothek zur Hybridbibliothek und der Bibliothek2.0 (Dies sind u.a. auch Unterkapitel bei dem einleitenden Kapitel meiner Diplomarbeit 😉 )

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Von: K.P. http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-617 Wed, 02 Jul 2008 23:13:06 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-617 Also ich kann diesen statistischen Griff nicht unwiedersprochen lassen.
An dieser Stelle herrscht keine Vergleichbarkeit!
Es gibt sowohl Leihfristunterschiede, als auch gravierende Unterschiede in der Mediennutzung. Wer benutzt eine DVD schon mit 2-maliger Verlängerung 12 Wochen? Dieser Vergleich hinkt. Gerade das Wort Buch wird uns in der Lehre immer als zentrales Wort bei der Frage nach der Assoziation mit Bibliotheken genannt.
Das mit der Wirklichkeit ist eine interessante Geschichte. Niemand versucht das Buch als einzig wahres Medium zu verkaufen, ich empfinde es nicht so. Nur kann man ei Buch auch als zentralen Teil einer Kultur definieren. Die Konzentration auf das Internet und digitale Medien kaschiert doch z.B. jährlich steigende Zahlen an publizierten Büchern etc. Gibt es da z.B. einen Widerspruch?

Was die öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken angeht, so bin ich sogar gegenteiliger Meinung, die Grenzen werden deutlicher werden.

Aber ein Positives hat dieses Papier, wir scheinen doch noch viel mehr Stellen für Diskussionen zu finden :)

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Von: Patrick Danowski http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-613 Tue, 01 Jul 2008 14:25:37 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-613 Hier muss ich wirklich vehement widersprechen, Bücher sind schon lange nicht mehr wonach „die meisten Menschen verlangen“. Man schaue sich Statistiken von Öffentlichen Bibliotheken an, DVDs, Computerspiele, Hörbücher verleihen sich oft deutlich besser als Bücher. Die Grenze der Ausleihe dieser Medien wird all zu oft davon beschränkt, wie oft diese Medien in der Bibliothek vorhanden sind. Natürlich kann man sagen in manches Bereiches der Wissenschaft ist das Buch nach wie vor das Hauptmedium, aber auch dies ändert sich bereits schon. Mir geht es auch nicht darum das Buch aus dem Papier zu verbannen, sondern darum die Wirklichkeit abzubilden und nicht das Buch als das einzig wahre Medium zu verkaufen (dafür sind die herkömmlichen Verlage nicht die Bibliotheken zuständig). In einem solchen Papier sollte sich einfach widerspiegeln das wir die Veränderung in der Medienlandschaft wahrgenommen haben und in der Lage sind unsere Dienstleitungen entsprecht anzupassen. Ob dann das ePapier, das eBook oder etwas ganz anderes kommt, sollte nicht die Sorge der Bibliothek sein müssen.

Und ehrlich gesagt die Unterschiede zwischen wissenschaftlicher Bibliothek und öffentlicher sehe ich gar nicht so stark, vielmehr bin ich der Überzeugung das die Grenzen immer mehr verschwimmen werden, weshalb ich ein Papier von einem Verband durchaus für sinnvoll halte.

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Von: K.P. http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-612 Mon, 30 Jun 2008 19:17:52 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-612 @Patrick Danowski

Wir müssen etwas beitragen zu den aktuellesten Entwicklungen, aber hier wiederhole ich mich gerne, wir dürfen vor lauter Entwicklung nicht das vergessen wonach doch scheinbar die meisten Menschen verlangen: das Buch.
Vielleicht ist das Problem auch darin verankert, dass eine solche Diskussion klar getrennt sein sollte in öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken (oder andere Formen).
Die Unterschiede in der Nutzbarkeit neuer Anwendungen sind doch enorm.
Vielleicht wäre es eine Idee jeweils (mind.) ein Strategiepapier zu entwickeln, eines für alle Formen wird den Unterschieden keineswegs gerecht.

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Von: Patrick Danowski http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-603 Mon, 30 Jun 2008 07:53:54 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-603 Erstmal beiden vielen Dank für die Kritik an der Kritik. Ich finde wichtig das ein stärker Dialog über das Papier hier und auch im BIB Blog entstanden ist.

@K.P.: Das die Kommentare beim Fazit abgeschaltet waren ist natürlich ein Versehen gewesen, was ich direkt geändert habe. Zu deiner Kritik an der Kritik: Mir ging es vielmehr darum zu zeigen, das in vielen Bereichen, aktuelle Problematiken vernachlässigt wurden und somit für mich ein unbefriedigendes Gesamtbild entsteht. Im Fazit sage ich auch noch einmal, das natürlich nicht alles geändert werden muss, aber man sollte hier und da etwas mehr die Moderne einfließen lassen.

@Veselin: Mir ging es nicht darum das Papier zu zerpflücken, sondern aufzuzeigen in welchen Bereichen meiner Meinung nach, Verbesserungen vorgenommen werden können. Immerhin handelt es sich ja um ein Diskussionspapier zu dem Kommentare gewollt waren. Deswegen habe ich auch gesagt was mit gefällt und habe ebenfalls versucht konstruktive Vorschläge zu machen, wie man dies erreichen kann. Das Papier liest sich gut und aus einem Guss, was aber nicht automatisch heißt das inhaltlich nichts verbessern werden kann.

@K.P. : Bibliotheken als Ort des Buches sind meiner Meinung schon fast ein Klischee von dem wir uns langsam ein wenig abheben sollten. Mir geht es vor allem darum, das wir heute schon anfangen sollten aufzuzeigen welche Bedeutungen Bibliotheken noch alles haben. Klar kann man betonen wie wichtig das Buch für unsere Kultur ist, aber das Papier soll in den nächsten (min.) 3 Jahren bibliothekspolitisch eingesetzt werden. Un dich weiß halt nicht, ob es bei der Argumentation hilft Finanzierung für moderne Projekte wie einen OPAC der genau so gut wie Amazon aussieht zu bekommen, wenn wir zu sehr (und genau das passiert meiner Meinung nach) die Bedeutung des Buches und des Lesens von Printprodukten betonen. Das Buch sollte meiner Meinung nach gleichberechtigt neben all den anderen Medienformen (CD, DVD, Online) stehen, aber dieser Eindruck wird halt überhaupt nicht in dem Papier erweckt. Idealismus für wird nicht allein dadurch enstehen, dass sie besonders schöne Bücher haben, sondern vielleicht dann wenn wir zeigen können das wir wichtige Einrichtungen der Gesellschaft der Zukunft sind, die auch zu den aktuellsten Entwicklungen etwas beizutragen haben.

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Von: Veselin http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-602 Sat, 28 Jun 2008 11:23:32 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-602 @ K.P.

Bravo! Genau meine Meinung …

@Patrick

Im Grunde bin ich für eine VerBLOGisierung von BibliotheksINTERNETseiten, da sich daraus eine extrem schnelle und flexible Informationsvermittlung erreichen lässt.

Allerdings noch lang kein Grund, ein so tolles Papier nach allen Regeln der Kunst zu zerpflücken …. oder jedenfalls der Versuch unternommen wird :-/

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Von: K.P. http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-601 Fri, 27 Jun 2008 17:04:14 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-601 Ich muss gleich noch einen Kommentar los werden, da ich übersehen hatte, dass die Kommentarfunktion zum Fazit ausgeschaltet ist.
Ich finde die 21 guten Gründe sehr gut. Sie bilden eine Sicht der Dinge ab. Sie sind ein guter Ansatz. Sicher, die Rolle des Internet kann man anders bewerten, je nach Ansicht.

Aber ich muss ein wenig Kritik an der Kritik hier üben: ich hatte beim Lesen das Gefühl als suche der Autor nach Kritikpunkten. Das ist schade, man kann doch andere Meinungen darstellen, ohne den Eindruck zu vermitteln, die 21 Punkte hätten teilweise den Anschluss an die Wirklichkeit verloren.

Andersherum wird ein Schuh daraus. Bei all der Internetaffinität sollte man nicht vergessen, das Lesekompetenz und vielleicht auch ein Stück Bibliophilie irgendwie ein Produkt von Bibliotheken als Ort der Bücher, Ort des Lesens und Lernens oder Ort zum sich wohl fühlen sind.
Die Bedeutung des Internet ist enorm, aber die Bedeutung des Internet wird auch übertrieben. Mir schwirrt der Kopf im Studium vor lauter Web 2.0. Was bleibt ist ein Mangel für Idealismus zu Bibliotheken. Menschen definieren allen voran Bücher als zentral. Die Liebe zu Büchern sinkt ja nicht in der Gesellschaft, warum also deren Bedeutung kaschieren zugunsten von podcasten?

Betonen wir das Internet, aber vergessen wir nicht die Bibliothek!

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Von: K.P. http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-600 Fri, 27 Jun 2008 16:50:36 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-600 @ jge: kann ich im Prinzip nur zustimmen!

„bloggen, twitern, podcasten“

Auch an der Stelle empfinde ich diese Anmerkung als durchaus diskussionswürdig. Diese Begriffe stehen eben nicht in der alltäglichen Arbeit gleichberechtigt neben “beraten, erwerben, organisieren, recherchieren, erschließen, vermitteln”.

Vielleicht sind die kritisierten Absätze nicht zu gut wie andere, aber auch nicht so schlecht…

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Von: jge http://www.bibliothek2null.de/2008/06/26/kritik-an-21-gute-grunde-fur-gute-bibliotheken-teil-4-von-5/comment-page-1/#comment-596 Fri, 27 Jun 2008 12:54:55 +0000 http://www.bibliothek2null.de/?p=309#comment-596 Ja, das war mir klar mit der impliziten Referenz auf den OPAC (Nature-Beispiel). Mein Punkt ist daher: Finden geht in der Bibliothek eben auch nicht elektronisch, oder buzzwordiger ausgedrückt: die Bibliothek als physisches Ding hat mehrere „Schnittstellen“. Das ist ein Vorteil! Denn wenn man Google und OPAC vergleicht, finde ich das Google-Ranking überlegen (die Antwortzeiten ohnehin, wie gesagt): angesichts der Tatsache der verwalteten Einträge. Aber der OPAC ist eben nicht der einzige Zugang zur Information, in der öffentlichen Bibliothek sicher noch weniger als in der klassischen wissenschaftlichen Magazinbibliothek.

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