Biliothekartag 2008:Die Grenzen Sozialer Software in digitalen Bibliotheken
Geschrieben von: Patrick Danowski, in Bibliothek 2.0Ben Kaden und Boris Jakob stellt die Frage an den Anfang ihres Vortrags “Die Grenzen Sozialer Software in digitalen Bibliotheken”: Wie viel Nutzerpartizipation wollen wir zulassen? Bibliotheken sollten sich nicht so sehr auf sozial Interaktion an sich kümmern sonder klassisch um strukturierte Inhalte. Hier begehen die beiden meiner Meinung nach den ersten Denkfehler. Da gerade die soziale Interaktion unter den Nutzern immer wichtiger wird. Bibliotheken sollten sich durchaus die Frage stellen, wie diese Interaktion unter den Nutzern durch Softwaretools optimieren und unterstützen können. Da dieser Aspekt nach den beiden nicht zum klassischen Kerngeschäft der Bibliotheken (Definition nach Umstätter) gehört, wurde er innerhalb des Vortrags gar nicht behandelt.
Dann ging es meiner Meinung etwas sprungvoll um die Frage was eine Publikation ist und was wirklich Langzeitarchiviert werden soll. Und es sollen nach Meinung der Referenten Entscheidungskriterien entwickelt werden. Hier wurde ein Vorschlag definiert öffentliche abgeschlossene Werke zu archivieren. Meiner Meinung sollte die Webarchivierung weitgehend vollständig erfolgen, wobei Personen bei persönlichen Daten ein Widerspruchsrecht eingeräumt werden sollte, das verhindert das diese Daten zu Lebzeiten abgerufen werden können.
Anschließen wurde über die bekannen Probleme des Taggings berichtet, das “toread” Tag und das Bilder de mit einer Nokia-Kamera aufgenommen wurden mit “nokia” getagt werden, obwohl dies nach Bibliothekarischer Sichtweise keinen Sinn ergibt. Dabei wurde die gesammte Forschung zum Bereich Folksonomy ausgeklammert, erste entwickelte Lösungsansätze für diese Grenzen, wie beispielsweise Häufigkeitsanalysen würden völlig vernachlässigt. Daher war diese Darstellung nach meinem Empfinden ein wenig zu einseitig auf die Grenzen beschränkt, Zuhörer könnten hier in ihren Vorurteilen das Tagging nicht funktioniert bestätigt worden sein. Das Tagging eine wertvolle Anreicherung der bibliothekarischen Erschließung sein könnte kam, ging leider nicht wirklich aus den Ausführungen hervor.
Tags:Bibliothek 2.0, Ben Kaden, Boris Jakob, Folksonomy, social tagging


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