Heise und Golem berichtet das Google den Dienst Knol nun offiziell startet, bisher war dieser nur in einer closed beta Phase. Bisher sind alle Artikel auf englisch, auch wird der Anspruch die Frage „Was ist eigentlich ….? “ meist von den Artikel nicht erfüllt. Bisher sind einige medizinische Fachartikel vertreten. Knol wird teilweise als Wikipedia Konkurrenz gehandelt. Im Gegensatz zur Wikipedia jedoch, setzt Google nicht auf komplett freies Wissen und Weiterverwendung sondern überlässt den Autoren die Wahl welche Lizenz verwendet wird.
Hier liegt meiner Meinung aber eine Stärke der Wikipedia, da hierdurch eine Reihe von interessanten Projekten wie DBpedia erst ermöglicht werden.
Somit ist Google Knol vielmehr eine Publikationsplattform für Artikel, die mindestens frei zugänglich sind. Diese können zusätzlich auch noch mit Werbung angereicht werden. Aufgrund der unterschiedlichen Ansätze kann Google Knol nicht als Wikipedia Konkurrent angesehen werden. Anders sieht dies bei Dokumentenservern aus, da Google Knol ja eine ähnliche Zielgrupe anspricht (Experten im weitesten Sinne).
Somit sollte man sich Google Knol einmal genauer ansehen und wir sollten uns wieder einmal Fragen, was wir daraus für uns ableiten. Geht freies wissenschaftliches Publizieren vielleicht doch etwas einfacher als wie es viele Dokumentenserver anbieten?
Ach ja, die Bereiche Information und Bibliothek sind bisher bei Google Knol nur sehr schwach vertreten.
Tags:Bibliothek 2.0, Open Access, Wikipedia, Dokumentenserver, Google, Knol ]]>Am Donnerstag den 28. Juni 2007 um 16:00 Uhr halte ich einen Vortrag über die Möglichkeiten wie Bibliothekenmit Wikipedia und anderen Wikimedia Projekten kooperieren können. Für Nicht-Mitglieder des BAK Information kostet die Teilnahme 7 €. (Die Jahresmitgliedschaft im BAK Information kostet 20 € für Studenten 10 €) Interessierte melden sich bitte per Mail bei Frau Pott an. (brigitte.pott […] ub.tu-berlin.de) Ich würde mich freuen den einen oder anderen dort zu treffen.
Ort: Fasanenstr. 88, 10623 Berlin (Seminarraum 012 im Erdgeschoss vom Eingang aus links, Zugang durch den Haupteingang den Piktogrammen und Schildern folgend) S/U Zoologischer Garten
Wikipedia, das Projekt zum Aufbau einer freien Enzyklopädie wird – auch – von Bibliothekaren wie selbstverständlich zum Nachschlagen genutzt. Doch das nutzt nicht das Potenzial, das in diesem Projekt liegt. Da die Inhalte nicht nur frei zugänglich, sondern auch frei verwendbar sind gibt es eine Reihe von Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Ein Beispiel hierfür ist die Kooperation der Personennamendatei und der deutschen Nationalbibliothek. Abgesehen von den neueren Entwicklungen bei der Wikipedia sollen auch die Projekte Wikisource und Wikibooks im Rahmen des Vortrags kurz vorgestellt werden, die für Information Professionals ebenfalls von /Interesse sind.
Tags:Wikipedia, BAK, Berlin, Vortrag, Wikibooks, Wikisource ]]>Guten Morgen aus Stupava.
Das Frühstück ist vorbei und gestern Abend wurde ich sehe herzlich empfangen. Eine wirklich sehr gute Atmosphäre. Gestern habe ich dann auch erfahren was CASLIN überhaupt bedeutet: Czech And Slovakian Library Information Network.
Beim Frühstück habe ich bereits erste Gespräche über die Kooperation der Tschechischen Nationalbibliothek mit der tschechischen Wikipedia geführt. Dort werden ebenso wie in der deutschsprachigen Wikipedia Personenartikel mit der Normdatei verknüpft.
Der Anteil an Notebook Besitzer ist sehr hoch, so dass es nicht wundert, dass W-LAN eine Selbstverständlichkeit ist. Das Interessanteste werde ich versuchen zu bloggen.
Tags:Wikipedia, CASLIN2007, Normdateien, W-LAN ]]>Über dieses Thema schreiben zwei Bibliothekarinnen der Washington Libraries in der aktuellen Ausgabe des D-Lib Magazins. Titel des Aufsatz „Using Wikipedia to Extend Digital Collections„. Wichtiger Hinweis für die Bibliotheken die auch daran interessiert sind:
For example, in Wikipedia, articles on the history of Seattle are segmented by particular time periods; therefore, any external links to our collections needed to be relevant to that same time period. Consideration was also given to the number of items in the online collection itself. This was critical because external links are reviewed by the Wikipedia community quite rapidly, and the relevance of a newly added link to an article must be obvious to the reader. If the description of the external link written for our collection or the description provided on the main page of the libraries digital collection is not obviously relevant to other editors, it probably would be challenged by another editor or simply deleted – within minutes.
[ Danke an Mathias Schindler für den Hinweis]
Tags:Bibliothek 2.0, Wikipedia, D-LIB, ISSN 1082-9873, Marketing, Sammlungen ]]>Die Meldung das Zotero jetzt zusammen mit Wikipedia funktioniert funktioniert hat mich dazu ermuntert mir das Tool mal wieder anzuschauen. Es wird zum einen das Zitationsformat für die englischsprachige Wikipedia als Style Vorlage angeboten. Zum anderen ist aber auch möglich die strukturierten Daten der Literaturhinweise der englischsprachigen Wikipedia importiert werden können. Das klappt noch nicht bei allen Seiten, da noch nicht immer die entsprechenden Vorlagen verwendet wurde. Bisher hielt sich in deutschsprachigen Wikipedia die Begeisterung für Literaturvorlagen in Grenzen. Vielleicht wird das nun etwas anders, da ein Tool existiert, das diese Vorlage auch nutzbar macht. Damit kein neuer Importfilter geschrieben werden müsste, würde es sich sogar anbieten die Vorlagen aus der englischsprachigen Wikipedia direkt zu übernehmen. Bisher gibt es die Vorlage:Literatur die es nicht möglich macht die Dokumenttypen zu entscheiden.
Was deutschsprachige Bibliothekskataloge angeht ist noch kein Fortschritt zu beobachten. Die einzige Krücke, die sich bietet ist das Kataloge, die einen Endnotexport bieten direkt genutzt werden können. Da Zotero den Download von Endnotefiles direkt abfangen kann, wenn man dies möchte. Ein Beispiel hierfür ist die UB Freiburg, die sich auf schon auf der Liste der teilweise unterstützen Kataloge hat eintragen lassen.
Weitere Neuerung ist das nun auch Blogeinträge direkt importiert werden können, dies aber nur sehr eingeschränkt. Es gehen wohl nur Blog die auch RDF-Daten für die Beiträge anbieten. Rudimentär geht dies schon bei Media Ocean, dem Blog von Stefan Büffel. Die Einträge werden schon erkannt, so dass der Resourcetyp stimmt und der Blogtitel wird auch richtig importiert. Der Autorenname und der Titel der Beiträge funktionieren leider noch nicht. Durch die Diskussion, wie Zotero in das Semantic Web integriert werden kann , bin ich auf das sehr interessant Blog von Frederick Griasson gestoßen.
Zotero scheint eine der praktischen Anwendungen zu sein, die Metadaten wirklich nutzbar machen und auch den Sinn von diesen für viele besser erkennen lassen. Ich hoffe sehr das deutschsprachige Bibliothekskataloge demnächst folgen werden. Ich vermute die meisten Probleme entstehen durch das nur im deutschprachigen Raum üblich MAB Format. Ein Wechsel auf das international üblich MARC21 Format ist aber schon in Arbeit, so dass Licht am Horiont erkannbar ist.
Tags:Bibliothek 2.0, Literaturverwaltung, Metadaten, Software & Tools, Wikipedia, Literaturangaben, MAB, MARC21, RDF, Semantic Web, Zotero ]]>
Ich habe entdeckt, dass das „Open Innovation“ Buch von Telepolis, in dem unter anderen Kurt Jansson, Jakob Voss und ich einen Artikel über Wikipedia veröffentlich haben, komplett auf Wissensgesellschaft.org zum Download bereitsteht. (PDF)
Die kompletten bibliographischen Daten: Olga Drossou, Stefan Krempl,Andreas Poltermann (Hg.): Die wunderbare Wissensvermehrung, Heise Verlag 2006 (ISBN 3-936931-38-0)
Tags:Freier Inhalt, Literatur, Open Access, Wikipedia, ISBN 3-936931-38-0, Open Innovation, Telepolis, Wissensgesellschaft, Wissensvermehrung ]]>Bevor ichs vergesse. Heute ist Wikipedia Day. Am 15. Januar 2001 ging alles los. Wer hätte damals gedacht das Wikipedia mal die größte Enzyklopädie der Welt werden würde. Wie sah die deutschsprachige Wikipedia nochmal in ihren Anfangszeiten (2002) aus?
Tags:Wikipedia ]]>
„Lis in Potsdam“ berichtet heute über MyTagO. Beim Lesen des Artikels musste ich mal wieder an die Semapedia denken, die sich das Ziel gesetzt hat reale Objekte mit Wikipedia Artikel zu verbinden. Dies können zum Beisiel Sehenswürdigkeiten sein. Die 2D Barcodes kann man dann mit einem Fotohandy abfotografieren und erhält mit einer Software den Link auf den entsprechenden Artikel. „Semtags“ für die Objekte seine Wahl kann man auf de Homepage erzeugen. Bibliotheken die schon einen Artikel in der Wikipedia haben könnten also einen solchen Sematag aufhängen und so gleichzeitig auf ihren Wikipedia Artikel hinweisen.
Daniel Brandt (Wikipedia Kritiker) veröffentlich eine Studie über Plagiate in der Wikipedia. Dazu untersucht er die englische Wikipedia. Aufgrund seines Ergebnisses geht er davon aus das 1-2 % Prozent der englischsprachigen Wikipedia Artikel Plagiate sind.
Die 142 Artikel wurden von Wikipedianer genauer untersucht, einige Passagen stammten aus dem Public Domain. Andere wurden gelöscht. Jimbo Wales sagt dazu dass ei einer offenen Seite wie Wikipedia Plagiate immer vorkommen könne. Mehr dazu auch in The Age.
Das der Anteil der Plagiate wirklich so hoch ist bezweifle ich jedoch.
Tags:Wikipedia, Daniel Brandt, Jimbo Wales, Plagiate ]]>Im deutschen Wikisource ist die Diskussion aufgekommen, wie man Seiten dauerhaft und eindeutig referenzieren kann, zum Beispiel bei Zitaten. Die Antwort die man zur Zeit drauf erhält sind dauerhafte URLs des Stils:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Uniform_Resource_Name&oldid=22366097
wobei auch eine Angabe wie
http://de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=22366097
ausreichend ist, um zur entsprechenden Version zu gelangen, dies bedeutet das die Seite auch bei einer Umbenennung des Artikel allein durch seine OLDID erreichbar ist. Nun das OLDID ein unglücklicher Name ist, wenn man auf eine aktuelle Version eines Artikels verlinkt ist eine ganz andere Geschichte.
Nun die Zitierung einer Version ist dauerhaft gewährleistet. Diskussion abgeschlossen? Leider nicht ganz.
Sollte doch einmal, der, zugegebene unwahrscheinliche, Fall eintreten, das aus irgendeinem Grund ein Projekt umbenannt werden, oder sich der erste Teil der URL ändert ist der Text nicht mehr erreichbar. Da Wissenschaftler jedoch sehr langfristig denken. Aus diesem Grund wurden andere Systeme wie die URN oder auch die DOIs entwickelt.
Bei diesen Systemen wird jedem Dokument ein Name zugeordnet. Dieser Name verweist nicht direkt auf den Ort des Dokuments, sondern verweist auf eine Datenbank (der Resolver) in der gespeichert ist wo das Dokument liegt. Sollte sich jemals der Ort (die URL) des Dokuments ändern wird nur der Eintrag in der Datenbank verändert, nicht aber der Name des Dokuments, dieser bleibt dauerhaft gleich.
Wie lässt sich dies System nun für die Wikimedia Projekte wie die Wikipedia verwenden? Wie schon gesagt es gibt mehrere Systeme die so funktionieren, diese können völlig unabhängig voneinander genutzt werden, so dass ich das Ganze nur an einem Beispiel, der URN, deutlich machen möchte.
URNs sind das System für das sich international die Nationalbibliotheken für ihre digitalen Dokumente entschieden haben. Diese haben innerhalb der URN einen eigenen Namensraum, der nbn heißt.
Eine URN hast Beispielsweise das folgende Format:
urn:nbn:de:gbv:089-3321752945
Dabei ist das Ganze hierarchisch aufgebaut: NBN: Nationalbibliotheken DE: Deutschland GBV: Namensraum des Gemeinsamen Bibliothksverbundes 089-3321752945 Nummer des Dokuments
Zu dem Dokument gelang man über einen Resolver z.B. den der Deutschen Nationalbibliothek. Ebenfalls gibt es ein Plugin für Firefox und den Internetexplorer mit dem man dann die URN direkt in die Adresszeile des Browsers eingeben kann. Ideal wäre es wenn Wikimedia über einen eigenen Namensraum verfügen könnte. Diesen könnte man dann Beispielsweise folgendermaßen gestalten: URN: wie oben WM: Namensraum von Wikimedia DE: Sprachkennnung WP: Projekt oder Unternamensraum 123456 Zahl die der momentanen OLDID entspricht
So könnten diese Zahlen ganz einfach aus den bisherigen Informationen des Dokuments erzeugt werden. Umgekehrt ließe sich so auch recht einfach ein Resolver aufsetzen. Da sich der erste Teil ganz einfach in eine URL umwandeln ließe und der zweite Teil einfach hinten angehangen wird. Zumindest so lange an der bisherigen Struktur nichts geändert wird.
Nun kann man sich sicher streiten ob man zuerst die Projektkennung oder erst die Sprachkennung verwendet. Ich würde die Sprachkennung vorziehen, da so die einzelnen Chapter leichter zusätzliche Unternamensräume für eigene Dokumente und eigene Projekte einrichten könnten, aber letztendlich wäre dies auch egal.
Um das ganze nun wirklich dauerhaft abzusichern wäre sozusagen als Krönung es sicher möglich mit den verschiedenen Nationalbibliothken Verträge abzuschließen, dass sollte irgendwann mal etwas schief gehen (wovon natürlich keiner Ausgeht) diese das Resolving übernehmen und den letzten verfügbaren Dump verfügbar machen würden. Dies wäre selbstverständlich mehr ein symbolischer Akt für die Wissenschaft um auch dem letzten noch die Ängste zu nehmen, dass das Dokument irgendwann nicht mehr zugänglich wäre.
So wäre es möglich unabhängig davon was die Zukunft bringt eine ganz bestimmte Vision eines Wikipedia-, Wikisource-, Wikibooks-, …. Dokuments zu referenzieren.
Notwendig für diesen Schritt wäre es einen eigenen URN Namensraum zu beantragen, dis ist sehr aufwendig aber es gibt auch andere Persistent Identifier bei denen so etwas vielleicht etwas schneller geht. Ich selber bin gespannt, wann es so etwas für die Wikimedia Projekte gibt.
Jetzt interessiert mich die Meinung der Leser, was meint ihr? Sind URNs sinvoll? Oder lieber ein anderes System von Persistent Identifier (man kann durchaus auch mehrere Systeme unterstützen)? Oder sehe ich das ganz falsch und Persistent URLs reichen doch?
Tags:Wikipedia, DOI, URN, URN Namensraum, Wikimedia ]]>