Dieser Beitrag von Anne Christensen, Patrick Danowski und Adrian Pohl wurde zeitgleich auf den Blogs netbib, Bibliothek 2.0 und mehr und Übertext veröffentlicht. Katalogdaten sind zweifellos gefragter denn je – nicht nur für Zwecke der Fremddatenübernahme bei der Katalogisierung, sondern auch im Web 2.0, von Sozialen Katalogisierungsanwendungen wie LibraryThing und Open Library. Darüberhinaus gewinnen mit dem unaufhaltsamen Fortschritt von Linked Data, der dieses Jahr seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat, Katalogdaten in einem weiteren Anwendungsbereich an Bedeutung. Die Verlinkung freier Daten (Linked Open Data) bietet uns die Möglichkeit, das Wissen, was in den Titel- und Normdaten enthalten ist, abzuschöpfen und durch die Verknüpfung mit anderen – nichtbibliothekarischen – Wissensressourcen seine Nutzungsmöglichkeiten zu maximieren.
Kommerz mit Metadaten
Parallel zu dieser Entwicklung des Internet zum Linked-Data-Web und der Aussicht auf ganz neue Möglichkeiten der Recherche und Wissensgewinnung entwickelt sich aber auch die kommerzielle Nutzung von Metadaten in ganz neue Dimensionen. OCLC, das etwa ein Drittel seines Umsatzes mit dem Verkauf von anderen produzierter Katalogdaten macht, versuchte mit einer neuen Metadaten-Policy – unter Umgehung der Mitgliederbasis und der bibliothekarischen Gemeinschaft, die das Vorhaben schließlich zu Fall brachten -, sein Monopol auf die Katalogdaten der Mitgliedsbibliotheken juristisch zu zementieren. Organisationen wie EBSCO und Serials Solutions versuchen mit ihren neuen Produkten EBSCO Discovery Service und Summon eine Menge Geld im Bereich Aggregierung und Verkauf von Metadaten und dazugehörigen Suchoberflächen zu verdienen.
Open Access: ja, Open Data: ja, Open Bibliographic Data: nein
Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass die deutschsprachigen Bibliotheken und Bibliotheksverbünde sich bisher kaum mit neuen Nutzungsmöglichkeiten ihrer bibliographischen Daten auseinandergesetzt haben. Adrian Pohl stellte zwar am Ende seiner Dokumentation der OCLC-Metadaten-Kontroverse bereits u.a diese Frage für die deutschsprachige Bibliothekswelt:
Über Problemstellungen wurde aber bisher selten geredet und an die Öffnung und Verfügbarmachung der mit öffentlichen Mitteln produzierten bibliothekarischen Daten wird kaum ein Gedanke verschwendet. Zur gleichen Zeit wird die Bibliothekswelt nicht müde als ein wichtiger Pfeiler der Open-Access-Bewegung lautstark von anderen, nämlich Wissenschaftlern, die Freigabe ihrer Arbeitsprodukte, sowohl von Publikationen also auch von Rohdaten, zu fordern.
Es tut sich was…
Es sind aber erste Entwicklungen hin zur Freigabe bibliographischer Daten auszumachen: Im Strategieentwurf des Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) vom August dieses Jahres ist die Entwicklung einer Lizenz zur Freigabe der Verbunddaten festgehalten, auch das Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz) unterstützt die Freigabe von Katalogdaten und Patrick Danowski hat – wie im Übertext berichtet – auf der Tagung „Semantic Web für Bibliotheken“ angekündigt, dass die CERN Library ihre Daten öffnen werde. (Leider hat sich der angekündigte Termin auf Januar 2010 verschoben)
…aber: Zwei Open-Data-Vorträge abgelehnt
Dass das Thema – auch im Bibliothekswesen – an Bedeutung gewinnt, ist also klar. Dies zeigte sich auch daran, dass mindestens zwei Vortragsvorschläge dazu – von den Autoren und der Autorin dieses Beitrags – für den Bibliothekskongress 2010 eingereicht worden sind. (Die beiden Abstracts sind am Ende dieses Textes dokumentiert.) Leider entschied die Programmkommission (deren Zusammensetzung nicht transparent im Internet dokumentiert ist), dass dem Thema „Freie bibliographische Daten“ auf dem Bibliothekskongress kein Forum geboten werde. Beide Vorträge wurden abgelehnt. Insgesamt ist das Auswahlverfahren für den Bibliothekartag wie Bibliothekskongress wenig transparent.
Nachdem die erwähnte Tagung „Semantic Web in Bibliotheken“ vom hbz und der ZBW im November 2009 innerhalb von kürzester Zeit ausgebucht war, ist es umso bedauerlicher, dass dem offensichtlichen Interesse von Kolleginnen und Kollege an dieser Thematik in dem Leipziger Programm anscheinend nicht Rechnung getragen wurde. Bibliotheken haben mit Open Data die Chance, sich als Erzeugerinnen und Anbieterinnen von qualitativ hochwertigen, webfähigen Daten zu profilieren. BID Deutschland, die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände, als Veranstalterin des Leipziger Kongresses versäumt damit den eigenen Anspruch, „zeitgemäße Informationsdienstleistungen als Voraussetzung für die Entwicklung von international konkurrenzfähigen Produkten zur Verfügung zu stellen“.
Gespannt erwarten wir das Programm, um zu sehen welche Themen BID Deutschland für wichtig und innovativ hält.
Dokumentation der eingereichten Abstracts:
Freie Metadaten
Referenten: Anne Christensen (SUB Hamburg), Adrian Pohl (hbz)
ABSTRACT
Open Source und Open Access sind mittlerweile im öffentlichen und bibliothekarischen Diskurs fest verankerte Begriffe. In den letzten Jahren wird zunehmend auch über Open Data diskutiert – seien die freien Daten, um die es dabei geht, wissenschaftliche, statistische, administrative Daten oder eben Metadaten.
Dieser Vortrag dient als Einführung in das Thema „Freie Metadaten“ und beantwortet Fragen wie: Was heißt frei? Um welche Daten geht es? Warum sollen Daten frei sein? Behandelt werden der Hintergrund der Bestrebungen nach freien Metadaten, ihre Geschichte, die dahinterstehenden Motivationen und Ziele. Besondere Berücksichtigung findet dabei die Veröffentlichung von bibliografischen Daten und Normdaten als Open Linked Data.
Zudem werden Vorhaben zur Freisetzung der bibliografischen Metadaten im deutschsprachigen Raum betrachtet und es wird auf Fragen der Umsetzung eingegangen: Welche Lizenz soll ich wählen? Bin ich rechtlich befugt, alle Daten in meinem Katalog freizugeben? In welchem Format publiziere ich meine Daten?
Aus dem Silo ins Semantic Web: Bibliographische Daten als Linked Data Publizieren P. Danowski
CERN Scientific Information Service, 1211 Geneve, Schweiz
Inhalt
Tim Barners Lee hat den Begriff Linked Data fuer eine Methode beschrieben mit der Daten veroeffentlich, geteilt und verbunden werden. Dabei sollen die Daten mit URL basirten Identifiern erreichbar sein und andere Daten im Netz referenzieren (verlinken).1 Inzwischen wurde eine Vielzahl von Daten mit dieser Methode publiziert.2
Spaetestens seit dem letzten Jahr sind auch Bibliotheken auf dieses Thema aufmerksam geworden und beginnen ihrer Ressourcen in dieses Netz von Daten einzubringen. In dem Vortrag wird gezeigt, wie sich bibliographsche Daten als Linked Data publizieren lassen.
Dabei soll darauf eingegangen werden welche Frage zu klaeren sind. Dies sind unter anderen:
– Die Wahl einen Formats (einer Ontology)
– Lizenzfragen
– Vertrauensfragen
Der gesammten Prozess soll anhand eines Projekt fuer die Katalog Daten der CERN Library veranschaulicht werden. Es soll auch beschrieben werden welche Probleme in dem Prozess aufgekommen sind und welche Loesungsmoeglichten hierfür entdeckt wurden.
Quellenangaben
<1> vgl. auch http://en.wikipedia.org/wiki/Linked_data
<2> Zu der Menge der Daten gibt es ein klickbares Diagramm in dem die Verbindung der verschieden Ressources erkennbar ist. http://www4.wiwiss.fu-berlin.de/bizer/pub/lod-datasets_2009-07-14.html
Tags:Konferenzberichte, Metadaten, Open Access, Semantic Web ]]>Ich habe zwei gute Gründe mich etwas genauer mit der Europeana zu befasen. Der erste sind die technischen Probleme, die dazu geführt haben das der Start verschoben wurde. Der zweite Grund ist die Konferenz zur „Digitalisierung der Kulturgüter“, die im Rahmen der französischen EU Präsidentschaft stattfindet.
Auf der Konferenz wird der nicht Start der Europena als „Opfer des eigenen Erfolgs“ bezeichnet. Mich würde noch interessieren ob es sich nicht vielleicht doch um die DOS Attacke gehandelt hat. Ab dem 12. Dezember soll Europena wieder zugänglich sein.
Nach wie vor ist mir nicht ganz klar welche Rolle Metadaten und die Präsentation von Content gesehen wird. Der Vertreter der Europäischen Kommission, Horst Forster, befindet Aggregatoren als wichtigen Aspekt, nur das bisherigen Aggregatorportale wie BAM sich ausschließlich auf Metadaten beziehen.
Er betont nochmals das „Public Domain Material must stay in the Public Domain“ was mich sehr erfreut hat. Ebenso betont er welche Chancen dadurch vergeben werden wenn ein Reuse nicht zugelassen wird. Das ein Vertreter der EU Kommission dies als wichtiges Thema in seiner Eröffnungsrede herausstellt ist eine äußerst erfreuliche Entwicklung.
Aber ebenso muss Copyright geschütztes Werk in Europeana integriert werden was eine Reihe von Problemen aufwirft. Verwaiste Werke bilden einen weiteren Komplex der dringend behandelt werden muss und dabei müssen Lösungen entwickelt werden, der Fortschritt in diesem Bereich geschieht aber für einen Geschmack viel zu langsam. Er weißt darauf hin das Kommentare zum Green Paper noch bis Ende November übermittelt werden können.
Eine gute Eröffnung die Hoffen lässt.
Tags:Konferenzberichte ]]>An der Dublin Core Conference 2008 kann ich leider nicht teilnehmen, deshalb bleibt mir nichts anderes übrig als die Repräsentation der Konferenz im Web zu verfolgen. Zur Zeit hab ich nur den Beitrag von Jakob gefunden. Schön ist jedoch das die Folien der gelaufenen Vorträge schon im Programm veröffentlicht sind. Übrigens auch wenn man es der Seite nicht ansieht, ist die Konferenzwebseite mit WordPress als CMS gestaltet worden. Schön wäre es nur gewesen, wenn man die Präsentationstitel aus dem Programm auch als einzelne Elemente speichern könnte [z.B. mittels COinS oder RDFa für einzelne Objekte auf der Webseite]. Das wären dann semantische Metadaten in der Anwendung gewesen 
Update: Ergänzung in eckigen Klammern später hinzugefügt.
Tags:Konferenzberichte ]]>Das Goethe Instiut Montréal hat ein Blog zur IFLA 2008 gestartet, in dem ich auch mit schreibe und einige Eindrücke zu von der IFLA festhalten werde.
Tags:Konferenzberichte ]]>Das Goethe Insitut in Montreal sucht noch Blogger, die planen nach Quebec zum WLIC der IFLA fahren. Das Goethe Insitut wird ein gemeinsames Blog zur Berichterstattung anbieten. Wer interesse hat, kann gerne hier einen Kommentar hinterlassen oder mich anschreiben, ich vermittel dann gerne den Kontakt.
Tags:Konferenzberichte, Sonstiges, Weblogs, Blogger, Goethe Insitut, IFLA, WLIC ]]>Aggregierte Informationen zur ELAG Tagung finden sich auf einem Netvibes Tab und einer Hashtag Page.
Tags:Konferenzberichte, elag2008 ]]>Knjižnica 2.0 heist natürlich übersetzt Bibliothek 2.0. Zu diesem Thema fand in Ljubljana eine Konferenz stand, zu der ich eingeladen war die Keynote zu halten.
Die Konferenz wurde organisiert von der Slowenischen National- und Universitätsbibliothek (NUK). Eine tolle Atmosphäre, vor allem da nicht nur Bibliothekare sondern auch eine Leute außerhalb der Profession vorgetragen haben. Außer meinem Vortrag waren alle Vorträge in slowenisch, aber man hat mir die gesamten Zeit einen persönlichen Übersetzer zur Verfügung gestellt. , so das ich einiger Maßen der Konferenz folgen konnte.
Vorgetragen haben:
– Klemen Kocjančič – Administrator der slowenischen Wikipedia, der über eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Universitäten berichte (inzwischen haben 4 Fakultäten Projekte zum Erstellen von Wikipedia Artikel) aber gleichzeitig gibt es grosse Vorbehalte bei vielen anderen Professoren. Vielleicht wäre hier einmal eine Wikipedia Academy hilfreich? Gleichzeitig gibt es von der slowenischen Wikipedia bei Artikeln über Büchern Links zu dem Nationalen Gesamtkatalog CORBIS (in den fast alle slowenischen Bibliotheken katalogisieren)
Jugoslav Petkovič – Blogger und von der Firma Domenca d.o.o., die URLs vergibt, der auch stark für das Web 2.0 plädiert hat
– Vuk Čosić Künstler, der die Bibliotheken stark kritisiert und sagte das sich die Nutzer die eigene Wege suchen und nicht die von den Bibliothekaren eingeplanten Wege
Die Bibliothekarische Sichtweise wurde vertreten von:
– Tanja Merčun – Doktorandin der Bibliothekswissenschaft, die aber davor warnte das der Einsatz von Web 2.0 nicht nur „Lipsticks on Pigs“ sein darf, sondern das Bibliotheken auch die klassischen Services kritisch zu betrachten haben
– Zoran Krstulović – stellvertretender Direktor der Nationalbibliothek und verantwortlich für die Digitale Bibliothek Slowenien, die seit 2005 existiert, während man in Deutschland ja nach wie vor über die Digitale Bibliothek, diskutiert. Hier sind für die nächste Version verschiedene Web 2.0 Funktionen geplant, wie Geoinformationen über Karten so das man sich die Überdeckung von verschiedenen Karten anzeigen lassen kann. Inzwischen gibt es auch ein Blog zu dem Projekt.
Spannend fand ich das die Diskussionen Slowenien von der Nationalbibliothek angestossen wird, die dies aber auch als ihre Aufgabe ansieht, da sie Nationalbibliothek und grösste Universitätsbibliothek zugleich ist.
Die Abschlussdiskussion war ebenfalls sehr spannend, es wurde über die Wikipedia und den OPAC 2.0 diskutiert. Klassisch waren Aussagen wie „Its anywhere in the OPAC but the user have to learn to find it“. Jugoslav Petkovič vom Podium meinte dies wäre nicht sein Problem als Benutzer, worauf einer der Bibliothekare „Doch!“ rief. Mein Kommentar darauf war: “ I think the problem is that the librarians think that the user are the problem“. Ebenso habe ich auf das Video „The Opac sucks“ verwiesen.
Angeschnitten würde auch das Problem der kritischen Masse, was in Slowenien noch etwas grösser ist, da nur etwas über 2 Millionen Leute die Sprache sprechen. Eine wirklich Lösung konnte man hierfür natürlich nicht entwickeln.
Ich glaube die Veranstaltung hat das Thema „Knjižnica 2.0“ in Slowenien in eine breitere Diskussion überführt, so dass man gespannt sein darf was sich hier die nächsten Jahre entwickelt.
Tags:Bibliothek 2.0, Konferenzberichte, CORBIS, dlib.sl, Jugoslav Petkovi, Klemen Kocjani, NUK, Opac 2.0, Tanja Merun, The Opac sucks, Vuk osi, Web 2.0, Wikipedia, Zoran Krstulovi ]]>Schon fast verjährt aber der Vollständigkeit halber den letzten Teil meines IFLA Berichts:
Am letzten Tag habe ich zwei Panels mit Vorträgen besucht. Zum einen das Panel der CDNL Alliance for Bibliographic Standards (ICABS) mit den Vorträgen über die 2.0 Strategie der British Library von Caraline Brazier und einem Update zu VIAF und der möglichen Verwendung im Sematic Web hier war SKOS Thema von Barbara B. Tillett von der Library of Congress. Ebenso war der Vortrag der Nationalbibliothek von Australien sehr interessant, die im Bereich Bilder mit Flickr kooperieren, dieser wurde von Pamela Gatenby gehalten.
Im Anschluss daran fand die Classification and Indexing Session statt, in der des natürlich auch um Folksonomies ging. Zum einen präsentierte Jonathan Furner von der University of California einen Ansatz wie man User Tagging Systeme evaluieren kann und soll. Zum anderen lieferten Australische Kollegen einen sehr schönen Ansatz zur Verschmelzung von klassischen bibliothekarischen Systemen und Folksomies. Leider handelt es sich auch hier nur um eine Studie, die bisher noch nicht implementiert ist, die aber eine sehr interessante Richtung vorgibt.
In der Abschluss Veranstaltung wurde noch bekannt gegeben, das die IFLA 2010 in Brisbane Australien stattfindet und das Bobcats den zweiten Preis beim Poster Award gewonnen hatte. Ebenso wurde nun offiziell Claudia Lux in das Amt der Präsidentin eingeführt. Spannend in diesem Zusammenhang ist die Presential Group, die sich mit der Umsetzung der WSIS Ansätze durch die Bibliotheken befassen soll.Insgesamt gab es zwar nicht viel wirklich neues auf der IFLA was dort zum ersten mal presentiert wurde, jedoch habe ich von einigen Projekten erfahren, die sich noch nicht kannte und der internationale Austausch mit Kollegen aus verschiedene Ländern hat mir sehr gut getan, so dass ich hoffe noch an vielen weitern WLIC teilnehmen zu können. Persönlich habe ich viele Menschen kenngelernt die ich bisher nur online oder von ihren verfassten Artikel her kannte.
Tags:Bibliothek 2.0, Konferenzberichte, Barbara B. Tillett, Flickr, IFLA, SKOS, VIAF, WLIC2007 ]]>Gestern gab noch viele Missverständnisse wie Web 2.0 in Bibliotheken eingesetzt werden kann. Zunächst charakterisiert Jörg Simanowski was das neue an der 2.0 Wolke ist Thesen für die Zukunft des Service Bibliothek:
– alle Informationen sind digital verfügbar (z.B. durch Digitalisierung) – alle Nutzer verfügen über standortunabhänigige Endgeräte – maschinelle Verfahren ersetzen ineffiziente manuelle Tätigkeiten Kundensicht: In Zukunft existiert nicht mehr gegenständlich sondern als virtuelle Institution. Grundlagen: Kooperation: – mit Kunden, an der Uni im Verbund (nat und int)
Diese Grundlagen ermöglichen ein multifunktionales Wissensportal (Katalog 2.0) Nach dieser kurzen Einführung halten Anne Christinsen und Thomas Hapke ihren Vortrag „Dreamteam: Web 2.0 und der Katalog“. Als Einführung stellt Anne für Bibliothekare relevante Dienste vor. Thomas weißt völlig richtig darauf hin das der Katalog 2.0 nicht nur neue Technik ist sondern auch ein Wechsel der Perspektive. Im Katalog 2.0 produziert der Benutzer das System mit und somit lernt das System nicht nur vom Nutzer (Amazon) sondern die Nutzer lernen voneinander. An Abschluss bilden verschiedene praktische Katalog 2.0 Beispiele.
In der Diskussion gab es den Einwurf das die Entwicklung des Web 2.0 total an den Bedürfnissen der Wissenschaft vorbeigeht. Leider wurde diese These zunächst stehen gelassen und somit die Frage der Generation nicht angesprochen.
Jakob berichtet über die Theorie und Möglichkeiten durch Sozial Tagging und stellt ein System für Permalinks im GBV Katalog vor, unter anderem damit die Einträge bei del.icio.us gespeichert werden können. Über die Einbindung von del.icio.us in Bibliothekskataloge habe ich mich ja schon kritisch geäußert, bei dem Plan denkt der GBV meiner Meinung überhaupt nicht an die del.icio.us User. Ich habe ja nichts gegen die Permalinks, ganz im Gegenteil, sonder dagegen das Bibliotheken es fördern, dass ein Link der sehr unaussagekräftig in einem System abgelegt wird (und das vielleicht auch von mehreren Verbünden), so dass die Bibliotheksverbünde, wenn sie diese Richtung weitergehen del.icio.us zuzuspammen. Denn der Benutzer der dort nach einen Schlagwort sucht findet dann eventuell viele Links die nur zu mehreren Katalogeinträgen führen und nicht zu wirklichen Online Ressourcen wie die Benutzer dies erwarten. Es macht halt nicht alles Sinn was möglich ist.
Anschließend stellt den Infoguide OPAC vor, der in Zukunft viele Möglichkeiten enthalten soll.
Tags:Bibliothek 2.0, Konferenzberichte ]]>Am vierten Tag habe ich zwei Veranstaltungen über Information Literacy besucht, nicht so ganz habe ich den Vortrag über „Second Life Machinima for Libraries: the intersection of instruction, outreach and marketing in a virtual world“ verstanden, wahrscheinlich sollte er aber darstellen wie der Umgang mit neuen Medien vermittelt werden kann. Hervorragend hat mit der Vortrag über „Podcasting for Information Literacy“ gefallen. Grundaussage war das Podcast einen anderen Typen von Lernenden ansprechen (auditiven Typen“) als die Textvermittlung von Informationen und somit eine wichtiges Mittel darstellen um neune Nutzergruppen zu erreichen.
Anschließend fand meine zweite Posterpräsentation statt bei der wieder viele interessante Leute vorbeischauten.
Besonders spannend war für mich an diesem Tag die Session der IT Section mit dem Thema „Second Life for libraries: Let’s give users what they want: user driven library services“. Besonder hervorzuheben ist hier die Präsentation der südafrikanischen Kollegen Heila Peinaar und Ina Smith von der University of Pretoria, Pretoria mit dem Vortrag „Development of a Library 2.0 service model for an African library“. Die eindrucksvoll beschrieben haben wie leicht man den Weg zu einer Bibliothek 2.0 beschreiten kann, ohne Unmengen von Ressourcen zu haben. Aber auch das Projekt „Gallica 2.0: a second life for the BnF digital library“ das Catherine Lupovici von der Bibliothèque nationale de France und zukünftige Projektleiterin der Europäischen Digitalen Bibliohek (EDL) [nicht zu verwechseln mit TEL] vorstellt hat war sehr interessant. Leider könnten hier nur ein erster Mock-Up vorgestellt werden.
Tags:Bibliothek 2.0, Konferenzberichte, Catherine Lupovici, Heila Peinaar, IFLA, Ina Smith, Library 2.0, Podcast, SecondLife ]]>