09 AM | 12 Sep

GBV Verbundkonferenz: FAG Erschließung Bibliothek 2.0

Gestern gab noch viele Missverständnisse wie Web 2.0 in Bibliotheken eingesetzt werden kann. Zunächst charakterisiert Jörg Simanowski was das neue an der 2.0 Wolke ist Thesen für die Zukunft des Service Bibliothek:

– alle Informationen sind digital verfügbar (z.B. durch Digitalisierung) – alle Nutzer verfügen über standortunabhänigige Endgeräte – maschinelle Verfahren ersetzen ineffiziente manuelle Tätigkeiten Kundensicht: In Zukunft existiert nicht mehr gegenständlich sondern als virtuelle Institution. Grundlagen: Kooperation: – mit Kunden, an der Uni im Verbund (nat und int)

Diese Grundlagen ermöglichen ein multifunktionales Wissensportal (Katalog 2.0) Nach dieser kurzen Einführung halten Anne Christinsen und Thomas Hapke ihren Vortrag „Dreamteam: Web 2.0 und der Katalog“. Als Einführung stellt Anne für Bibliothekare relevante Dienste vor. Thomas weißt völlig richtig darauf hin das der Katalog 2.0 nicht nur neue Technik ist sondern auch ein Wechsel der Perspektive. Im Katalog 2.0 produziert der Benutzer das System mit und somit lernt das System nicht nur vom Nutzer (Amazon) sondern die Nutzer lernen voneinander. An Abschluss bilden verschiedene praktische Katalog 2.0 Beispiele.

In der Diskussion gab es den Einwurf das die Entwicklung des Web 2.0 total an den Bedürfnissen der Wissenschaft vorbeigeht. Leider wurde diese These zunächst stehen gelassen und somit die Frage der Generation nicht angesprochen.

Jakob berichtet über die Theorie und Möglichkeiten durch Sozial Tagging und stellt ein System für Permalinks im GBV Katalog vor, unter anderem damit die Einträge bei del.icio.us gespeichert werden können. Über die Einbindung von del.icio.us in Bibliothekskataloge habe ich mich ja schon kritisch geäußert, bei dem Plan denkt der GBV meiner Meinung überhaupt nicht an die del.icio.us User. Ich habe ja nichts gegen die Permalinks, ganz im Gegenteil, sonder dagegen das Bibliotheken es fördern, dass ein Link der sehr unaussagekräftig in einem System abgelegt wird (und das vielleicht auch von mehreren Verbünden), so dass die Bibliotheksverbünde, wenn sie diese Richtung weitergehen del.icio.us zuzuspammen. Denn der Benutzer der dort nach einen Schlagwort sucht findet dann eventuell viele Links die nur zu mehreren Katalogeinträgen führen und nicht zu wirklichen Online Ressourcen wie die Benutzer dies erwarten. Es macht halt nicht alles Sinn was möglich ist.

Anschließend stellt den Infoguide OPAC vor, der in Zukunft viele Möglichkeiten enthalten soll.

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One Comment

  • ioverka

    Hallo!

    vielen Dank für den Bericht von der web2.0-Veranstaltung der GBV Verbundkonferenz. Zwei Anmerkungen:

    1. Schade, dass die These Web 2.0 geht total an den Bedürfnissen der Wissenschaft vorbei nicht weiter diskutiert worden ist. Die Argumentation würde mich interessieren.

    2. Auch ich zähle del.icio.us-Verlinkungen in Bibliothekskatalogen oder Referenzdatenbanken nicht zu den „must-have’s, aber den Begriff Zuspammen finde ich in dem Zusammenhang doch übertrieben. Spam wäre es, wenn Bibliotheken unverlangt & massenhaft Links zu ihren Katalog-Datensätzen in del.icio.us ablegen würden. Natürlich ist Tag Spamming längst Alltag in Social Bookmarking Diensten ([1], [2]), aber Bibliotheken haben das wohl noch nicht praktiziert. Darüber hinaus scheint del.icio.us irgendwelche Gegenmassnahmen getroffen zu haben, ich bin dort noch nie über Spam gestolpert.

    13. 09. 2007 19:46