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Innovative Ideen für Bibliotheken, Freie Inhalte und Interessantes aus dem Web
Auf der INETBIB Tagung habe ich mir die Präsentation der neuen Exlibris Software „primo“ angesehen. Die Software enthält technische Elemente von Bibliothek 2.0 wie Benutzerbeteiligung durch Rezensionen und sozial tagging. Primo soll beliebige Suchmaschinen wie Fast oder auch Nutch unterstützen, so dass diese eingebettet werden können. Die ersten Screenshots sehen wirklich interessant aus. Ebenso soll man den Index aus verschieden Katalogen aufbauen können.
Jedoch erfährt man leider auf der Webseite von Exlibris nur wenig über das Tool und neuen Trends. Es wäre wünschenswert wenn Exlibris eine offenere Informationspolitik fahren würde, so dass eine bessere Kommunikation mit Nutzern und Interessierten schon in der Entwicklungsphase möglich wird. Wenn man sich auf die Trends der Web 2.0 bezieht, sollte man die entsprechenden Tools auch intensiver einsetzen um realistischer zu wirken. Ein Vorbild, was dies angeht, ist sicher Talis mit der Nuzung von Podcast, Blogs und Vidcast, aber auch von OCLC erfährt man mehr in den verschiedenen Blogs der Mitarbeiter, anderes sieht das aber auch hier aus wenn man auf die deutsche Seite von OCLC PICA schaut, auch dort ist von Web 2.0 noch nichts zu sehen. Wann geht Exlibris den 2.0 Weg?
Der Audio Podcast von Talis „Talking with Talis“ dürfte inzwischen den meisten bekannt sein. Seit einiger Zeit gibt es aber auch VidCast. In den VidCasts werden zur Zeit die neue und zukünftigen Produkte von Talis vorgestellt.
Wenn ich die Angaben der Webseite von Talis richtig deute stehen die Videos unter der CC-BY Lizenz, was sehr zu begrüßen ist.
Ebenfalls sehr schön, dass es das Ganze nicht nur auf der Talis Webseite gibt sondern auch bei YouTube und GoogleVideo.
Weil ich beide Videos für ganz interessant halte gibt beide auch direkt im Blog. Zunächst das Video vom 15.09.06 über Talis Keystone:
Die Autoren gehen davon aus, dass das Weblog-Prinzip im Reference-Bereich gut einsetzbar wäre, auch wenn dies bislang noch nahezu überhaupt nicht geschieht.
Voraussetzung dafür ist ein Wandel der Grundstruktur von Reference-Dienstleistungen. Der klassische Dienst ist eine Eins-zu-Eins-Kommunikation.
[..]
Eine blogbasierte Auskunft greift dagegen auf das Community-Prinzip zurück. Beim
Anfang des Monats (01.09.06) ist ein Übersichtsartikel von Michael Casey und Laura Savastinuk zu „Library 2.0“ im Library Journal erschienen. Im Allgemeinen gilt Michael Casey als der, der den Begriff Library 2.0 als erstes verwendet hat. (siehe auch den englischen Wikipedia Artikel)
Eine Besprechung des Artikels findet im Weblog von Michael Stevens statt. (englisch)
Netbib berichtet über das Online Portal der Kulturschätze Niedersachsen:
OPAL meets Web 2.0
nach gut einjähriger Tätigkeit präsentiert sich OPAL (Online Portal der Kulturschätze Niedersachsen)-Niedersachsen (www.opal-niedersachsenn.de) in der Nutzerführung und im Funktionsumfang in deutlich erweiterter Form. Besonders wurde das Portal um Funktionalitäten ergänzt, die heute unter dem Schlagwort “Web 2.0″ zusammengefasst werden und die besonders die Usability verbessern und den Community- Gedanken in das Internetportal integrieren.
Dies geht in die richtige Richtung, auch wenn es leider eine Insellösung ist. Für alle Bilder wird ein Copyright beansprucht. Das Potenzial des Portals wäre noch deutlich größer, wenn das ganze mit freien Lizenzen betrieben würde. Aber diese Erkenntnis muss sich im Bereich der Kulturgüter noch durchsetzen, denn ein wichtiger Aspekt von Web2.0 ist nicht nur das man die Nutzer interagieren läßt, sondern auch das man sich nach außen öffnet und die eigenen Inhalte weiter verwenden läßt.