Am vierten Tag habe ich zwei Veranstaltungen über Information Literacy besucht, nicht so ganz habe ich den Vortrag über „Second Life Machinima for Libraries: the intersection of instruction, outreach and marketing in a virtual world“ verstanden, wahrscheinlich sollte er aber darstellen wie der Umgang mit neuen Medien vermittelt werden kann. Hervorragend hat mit der Vortrag über „Podcasting for Information Literacy“ gefallen. Grundaussage war das Podcast einen anderen Typen von Lernenden ansprechen (auditiven Typen“) als die Textvermittlung von Informationen und somit eine wichtiges Mittel darstellen um neune Nutzergruppen zu erreichen.
Anschließend fand meine zweite Posterpräsentation statt bei der wieder viele interessante Leute vorbeischauten.
Besonders spannend war für mich an diesem Tag die Session der IT Section mit dem Thema „Second Life for libraries: Let’s give users what they want: user driven library services“. Besonder hervorzuheben ist hier die Präsentation der südafrikanischen Kollegen Heila Peinaar und Ina Smith von der University of Pretoria, Pretoria mit dem Vortrag „Development of a Library 2.0 service model for an African library“. Die eindrucksvoll beschrieben haben wie leicht man den Weg zu einer Bibliothek 2.0 beschreiten kann, ohne Unmengen von Ressourcen zu haben.
Aber auch das Projekt „Gallica 2.0: a second life for the BnF digital library“ das Catherine Lupovici von der Bibliothèque nationale de France und zukünftige Projektleiterin der Europäischen Digitalen Bibliohek (EDL) [nicht zu verwechseln mit TEL] vorstellt hat war sehr interessant. Leider könnten hier nur ein erster Mock-Up vorgestellt werden.
Tags:Bibliothek 2.0, Konferenzberichte, Catherine Lupovici, Heila Peinaar, IFLA, Ina Smith, Library 2.0, Podcast, SecondLife
Den Montag bin ich relativ locker angegangen, da es nicht so viele Vorträge gab die mich interessierten. Gleich in der frühe habe ich die „New Professionals“ Session besucht. Den Vortrag über Diversity in Amerika von Tracie Hall fand ich besonders beeindruckend.
Am Abend gab es dann die Beachparty, auf der ich in einer lockeren Atmosphäre eine Reihe sehr interessanter Gespräche geführt habe.
Am Dienstag ging für mich die Arbeit richtig los. Ich dürfte meinen Vortrag „Library 2.0 and User-Generated Content“ (ebenfalls als Slidecast d.h. Video der Präsentationen mit Ton erhältlich [mov, 33MB ]) halten, auf den ich sehr viel positives Feedback erhalten habe. Die Reihenfolge in dem Panel wurde auf meine Bitte hin geändert, da ich auch noch eine Posterpräsentation über „The German-Languages Wikisource Project: Digitalisation 2.0 “ gehalten haben.
Während der Posterpräsentation hatte ich eine intensive, aber sehr interessante Diskussion mit Klaus Ceynowa von der Bayerischen Staatsbibliothek über „Open Access to Cultural Heritage“ versus der Kontrolle der Bibliothek über die Verwendung der Digitalisate. Insbesondere der Satz „Public Domain muss Public Domain bleiben“ stieß bei ihm auf kein Verständnis, da die Bibliotheken bzw. das Land für die Digitalisierung bezahlt hat. Natürlich sind wir zu keinem Konsens gekommen, jedoch sind wir beide auseinander gegangen mit dem Vorsatz diese Diskussion fortzuführen.
Am Nachmittag gab es dann die Session der Knowledge Management Sektion in der Stephen Abram ein Feuerwerk von Ideen vorgetragen hat. Hierzu folgt ein weiter Post auf englisch. Leider ist die Präsentation noch nicht online.
Abends gab es dann den Empfang der deutschen Botschaft in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut in der deutschen Schule von Durban.
Tags:Bibliothek 2.0, Konferenzberichte, Klaus Ceynowa, Library 2.0, Open Access, Präsentation, Stephen Abram, Tracie Hall, User-Generated Content, Video, Vortrag, Wikisource
Eigentlich hatte ich ja vor während des Kongresses zu bloggen, jedoch war dies aus verschiedenen Gründen nicht so einfach. Das W-LAN war leider nicht so stabil, das Nachladen des Notebooks war auch etwas schwierig da Südafrika einen völlig eigen Stromstecker hat, der auch bei den internationalen Adaptern nicht dabei ist, den Adapter, den ich dann aufgetrieben hatte funktionierte wunderbar im Hotel, leider nicht im Kongresszentrum. Gleichzeitig war mit nicht so bewusst, das während des Kongresses eine Menge Abstimmungsarbeit für die IFLA läuft, so dass ich auch noch ein wenig was tun hatte da ich gleich verschiedene kleine Aufgaben übernommen hatte. Doch alles der Reiche nach.
Am Samstag fanden die 1. Sektionssitzungen statt, ich habe an der Informationstechnologie Sitzung teilgenommen, dies ist möglich da alle Sitzungen offen sind und nicht nur die Mitglieder der Standing Comities der entsprechenden Sektion teilnehmen dürfen. Im Vorfeld hatte ich bereits den Vorschlag unterbreitet eine Diskussionsgruppe bzw. Special Interest Group zum Thema „Library 2.0“ zu gründen. Dieser Vorschlag wurde angenommen, so dass ich gleich auch angeboten habe ein Wiki dafür aufzusetzen und selber zu hosten, da die IFLA Seiten dies noch nicht unterstützen.
Abends wurde in dem deutschsprachigen Caucus Meetings von den Sektionssitzungen berichtet, in denen deutschsprachige Vertreter Mitglied des Standing Comities sind.
Am Sonntag begann der Kongress mit der Eröffnungsveranstaltung, da ich zu der Newcommer Session gegangen bin, ist mir leider der Vortrag von Peter Giger und Eva Norling entgangen, aber man kann halt nicht überall sein. Die beiden habe ich später dann auf einer der Abendveranstaltungen kennen gelernt.
Mit der Eröffnung der Ausstellung klang der Abend dann locker aus. Ich habe gleich noch Stephen Abram persönlich kennengelert, worüber ich mich als treuer Leser seines Blogs sehr gefreut habe.
Tags:Konferenzberichte, IFLA, IFLA2007, WLIC2007