07 AM | 18 Aug

Bücher mit reCAPTCHA transkribieren

In der aktuellen Ausgabe von Science wird eine erste Bilanz des reCAPTCHA Projekts gezogen. In dem Projekt wir eine neue Anwendung des Captcha Codes (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart übersetzt “voll automatischer öffentlicher Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden”) erprobt. Der Code wird eingesetzt um Spam beispielsweise in Blogkommentaren abzuwehren und sicher zu stellen das wirklich ein Mensch vor dem Computer sitzt. Dies funktioniert meisten, jedoch versuchen auch Spamer immer bessere Methoden (Ausführliche Informationen dazu im Telepolis Artikel “Der Captcha Krieg“)

Die Erkennungsrate von reCaptcha liegt bei 99%. “An jedem Tag würden über 100 Millionen dieser Tests gelöst. Das seien mehr als vier Millionen Wörter. Inzwischen wurden über 17.000 Bücher auf diese Weise bearbeitet. Die Fehlerquote liege bei unter einem Prozent. ” Verwendet wird es bereits auf über 40,000 Webseiten. Als Quelle dienen dabei Dokumente und Zeitungen aus dem Internet Archive der Open Content Alliance.

Ein weiteres Beispiel was mit freien Inhalten möglich ist.

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09 AM | 24 Jul

Google startet Knol – ein Konkurrent für Dokumentenserver?

Heise und Golem berichtet das Google den Dienst Knol nun offiziell startet, bisher war dieser nur in einer closed beta Phase. Bisher sind alle Artikel auf englisch, auch wird der Anspruch die Frage “Was ist eigentlich ….? ” meist von den Artikel nicht erfüllt. Bisher sind einige medizinische Fachartikel vertreten. Knol wird teilweise als Wikipedia Konkurrenz gehandelt. Im Gegensatz zur Wikipedia jedoch, setzt Google nicht auf komplett freies Wissen und Weiterverwendung sondern überlässt den Autoren die Wahl welche Lizenz verwendet wird.

Hier liegt meiner Meinung aber eine Stärke der Wikipedia, da hierdurch eine Reihe von interessanten Projekten wie DBpedia erst ermöglicht werden.

Somit ist Google Knol vielmehr eine Publikationsplattform für Artikel, die mindestens frei zugänglich sind. Diese können zusätzlich auch noch mit Werbung angereicht werden. Aufgrund der unterschiedlichen Ansätze kann Google Knol nicht als Wikipedia Konkurrent angesehen werden. Anders sieht dies bei Dokumentenservern aus, da Google Knol ja eine ähnliche Zielgrupe anspricht (Experten im weitesten Sinne).

Somit sollte man sich Google Knol einmal genauer ansehen und wir sollten uns wieder einmal Fragen, was wir daraus für uns ableiten. Geht freies wissenschaftliches Publizieren vielleicht doch etwas einfacher als wie es viele Dokumentenserver anbieten?

Ach ja, die Bereiche Information und Bibliothek sind bisher bei Google Knol nur sehr schwach vertreten.

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08 AM | 19 Apr

Telepolis: Open Innovation Buch online

Ich habe entdeckt, dass das “Open Innovation” Buch von Telepolis, in dem unter anderen Kurt Jansson, Jakob Voss und ich einen Artikel über Wikipedia veröffentlich haben, komplett auf Wissensgesellschaft.org zum Download bereitsteht. (PDF)

Die kompletten bibliographischen Daten: Olga Drossou, Stefan Krempl,Andreas Poltermann (Hg.): Die wunderbare Wissensvermehrung, Heise Verlag 2006 (ISBN 3-936931-38-0)

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12 PM | 12 Nov

Buchtip: Wissen und Eigentum

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erscheint das Buch “Wissen und Eigentum” herausgegeben von Jeanette Hofmann. Das Buch erscheint unter einer CC Lizenz. (CC-BY-NC-SA):

“Mit diesem Band gibt die Bundeszentrale für politische Bildung erstmals ein Werk unter einer Creative Commons Lizenz (CC) heraus. Dadurch können Nutzerinnen und Nutzer diesen Band bei Namensnennung der Autorin/des Autors zu nicht kommerziellen Zwecken vervielfältigen und weiter verbreiten.”

Ein PDF ist bisher nicht verfügbar. Sicher ist dies von der Bundeszentrale in Schritt in die richtige Richtung, eine noch “freieren” Lizenz wäre wünschenswert. (CC-BY oder CC-BY-SA). Ein PDF steht noch nicht zur Verfügung. Soll aber laut einem Mitarbeiter des Buchs demnächst erscheinen. Ebenfalls befindet sich eine Webseite zu dem Buch in Vorbereitung. Der erste Beitrag ist schon online zu finden:

Felix Stalder: Neue Formen der Öffentlichkeit und kulturellen Innovation zwischen Copyleft, Creative Commons und Public Domain.

Nun noch kurz zum Inhalt :

“Besitzen Autoren ihre Werke? Ist Wissen ohne rechtlichen Schutz vermarktbar, verwertbar oder wertlos? Dieser Sammelband gibt in 15 Beiträgen einen Überblick über die sich wandelnde Beziehung zwischen Wissen und Eigentum. In so verschiedenen Bereichen wie der klassischen Musik, der traditionellen Heilkunde in Mexiko oder dem Handel mit den Adressdaten werden die Auswirkungen der Behandlung von Wissen als Eigentum anschaulich erläutert.”

Dies scheint auf jeden Fall die 2 € Bereitstellungspauschale (plus Porto) wert zu sein.

[via Commonspage.net und netzpolitik.org]

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12 PM | 30 Okt

Deutsche SHERPA/ROMEO Liste

Die Universitätsbibliothek Stuttgart und das cms der Humbold Universität zu Berlin betreiben ein DFG Projekt zur Erstellung einer deutschen SHERPA/ROMEO Liste. Ziel der Liste ist es eine deutschsprachige Oberfläche für die Liste zur Verfügung zu stellen sowie ein Interface zur Verfügung zu stellen mit denen die Hochschulen die Verlagspolitik insolierender deutschsprachiger Verlage und Zeitschriften, die zur Zeit kaum erfasst sind, zu erfassen und zu ergänzen.

Der Prototyp der ständig erweitert und aktualisiert wird ist nun seit kurzem online.

[via medinfo]

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10 AM | 25 Okt

Festschrift Umstätter: Das Open Access Experiment

Gestern auf der akademischen Verabschiedung von Prof. Dr. Walther Umstätter wurde ihm seine Festschrift “Vom Wandel der Wissensorganisation im Informationszeitalter” von Petra Hauke übergeben. Die Festschrift ist im Rahmen des Projekt “Von der Idee zum Buch” entstanden. Die Studenten in diesem Projekt schreiben nicht selber, sondern lernen welche Schritte (und Fähigkeiten) beim Herausgeben eines Sammelbandes notwendig sind.

Da Prof. Umstätter den digitalen Medien immer sehr verbunden war, war es diesmal Ziel das Werk Open Access zu publizieren. Da es schön ist, auch etwas gedrucktes in der Hand zu haben, ist Frau Hauke auf die Suche nach einem Verlag gegangen, der das Buch herausbringt unter der Voraussetzung das es von Anfang an Online zugänglich ist. Dies soll ja, wie in vielen Open Access Publikationen gesagt, nicht dazu führen, dass sich ein Buch schlechter verkauft.

Nach einer langen Odyssee gelang es einen Verlag zu finden, der den Ansprüchen genügte (es sollte nach Möglichkeit ein bibliothekarischer Fachverlag sein) und der bereit war Open Access zu wagen. Hierfür sollte der Verkaufspreis natürlich auch nicht all zu hoch sein. Der Band ist nun bei Bock & Herch erschienen und kostet 27,50 €. Man darf gespannt beobachten, in wie weit sich das ganze für den Verlag rechnet. Das erste Ergebnis ist außerordentlich gut, es hat schon mehr Subskriptionen gegeben als erwartet.

Ich bin gespannt wie sich dies weiter entwickelt, Frau Hauke wird bestimmt darüber berichten.

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10 AM | 10 Okt

Normdateien: Die freie internationale Personendatei (VIAF)

Auf der Inetbib Liste berichtet Joachiam Eberhardt das im aktuellen Newsletter des Standardisierung der DNB über die aktuellen Stand des Projekts Virtual International Authority Files berichtet wird. VIAF ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Nationalbibliothek , der Library of Congress und dem OCLC Computer Library Center Ebenfalls weißt er auf den Bericht von der IFLA hin.

In diesem Bericht ist auch über den Anspruch von VIAF zu lesen:

Gegenwärtige Ansätze zur Zukunft des Web empfehlen die Nutzung von Ontologien, um das Web für maschinelle und automatische Prozesse intelligenter zu machen. Der VIAF könnte – kombiniert mit anderen kontrollierten Vokabularien und Normdateien anderer Anbieter, wie zum Beispiel Abstract- und Indexierungs-Dienste, Archive, Museen, Verlage etc. – einer der Grundbausteine für ein „semantisches Web“ sein. Bibliotheken haben jetzt die Gelegenheit, einen großen Beitrag für diese Zukunft zu leisten, und sollten helfen, die Vision Realität werden zu lassen. Für den Erfolg der gemeinsamen Vision ist es sehr wichtig, dass der VIAF allen Nutzern weltweit frei zugänglich gemacht

Ich hoffe die Umsetzung sieht genausogut aus, wie sich das liest. Denn nur mit einem Tool das jeder frei verwenden kann, der es benötigt kann es für das Sematic Web geeignet sein. Schön das diese Einsicht bei den Normdateien Einzug erhält.

Ich wünsche mir ja immer noch, dass man im Bereich der Klassifikationen ebenfalls dorthin gelangt und es eine freie internationale gute Klassifikation gibt. Dann müssten zum Beispiel nicht alle Virtuellen Fachbibliotheken ihre eigenen Fachklassifikationen entwickeln.

[via InetBib]

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