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Heute habe ich eine Mail von Dan Brickley erhalten, der auf Flickr eine Visualisierung der UDC Klassen der bibliographischen Daten der CERN Library bereitgestellt hat. Ich bin begeistert, so viel zum Thema nicht intendierte Nutzung der Daten.


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Wie ich schon auf der SWIB09 angekuendigt hatte, veroeffentlicht das CERN die Bibliographischen Daten aller am CERN katalogisierten Buecher unter der Public Domain Dedication Licence und unter CC0.

In der Ankuendigung erklaert Jens Vigen, Head Librarian des CERN:

Books should only be catalogued once. Currently the public purse pays for having the same book catalogued over and over again. Librarians should act as they preach: data sets created through public funding should be made freely available to anyone interested. Open Access is natural for us, here at CERN we believe in openness and reuse. There is a tremendous potential. By getting academic libraries worldwide involved in this movement, it will lead to a natural atmosphere of sharing and reusing bibliographic data in a rich landscape of so-called mash-up services, where most of the actors who will be involved, both among the users and the providers, will not even be library users or librarians. Our action is made in the spirit of the Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities; bibliographic data belongs to the cultural heritage.All other signatories should align their policy accordingly”

Ich hoffe das noch viele Bibliotheken dieser Idee folgen werden. Zu der Publikation der Daten gibt es ach ein kleines Video:


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Die ELAG, die in Europa der Code4Lib entspricht hat das Call for Papers fuer dieses Jahr veroeffentlciht. Einen Tag vor dem offiziellen Konferenzbeginn findet eine Code4Lib Preconference statt.

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Die Philips Ausgründung Liquavista stellt auf der CES ein eBook mit einem farbigen Display vor. Das eBook basier auf einer Technik die Philips Elektrowetting getauft hat. Die Technik basiert auf Wasser / Öl und das Flüssigkeiten mittels Elektrizität ihr Oberflächenspannung verändern. Details dazu in einem Whitepaper (PDF) der Firma. Die Idee dazu wurde 2003 in Nature veröffentlicht:

Hayes, R. A. ; Feenstra, B. J.: Video-speed electronic paper based on electrowetting. In: Nature vol. 425 (2003), Nr. 6956, pp. 383-385  

Auch hierzu wieder ein kurzes Video:

Video: Farbiges elektronisches Papier von Liquavista (0:43)

[via golem.de]


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Ein weiteres interessantes Produkt von der CES ist die eBook Reader Software Bilio. Bilio erlaub es Bücher mit multimedialen Inhalten oder auch Webinhalten zu präsentieren gleichzeitig enthält die Software,wie iTunes, auch direkt einen Buchladen. Ausserdem wird es eine 3D Sicht des Buches geben. Die kostenlose Software wird sich Ende Januar 2010 testen lassen. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es auf Engadget. Für den schnellen Eindruck ein erstes Video von Engadget auf der CES aufgenommen


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Das eBook wird auch wieder 2010 ein heisses Thema. Auf der diesjaehrigen CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas werden wieder verschiedene Exemplare vorgestellt. Heute gibt es bereits die ersten Ankuendigungen:

Samsung eBook Reader Picture (c) by  heise.de

Samsung eBook Reader Picture (c) by heise.de

Samsung wird auf den eBook Markt einsteigen und zwei eBooks (mit 7 ” und 10″ Display) prodozieren. Mit einem Stift wird es moeglich sein handschrifliche Notizen hinzuzufuegen.

Bereits gestern hat das amerikanische Startupunternehmen EntourageEdge praesentiert. Wie das Unternehmen schreibt das welt erste Dualbook. Das Geraet mit dem Namen edge hat ein 9,7″ E-Ink Display und ein 10,1″ farbiges LCD Display. Das Geraet stellt eine Kombination von eBook und Tablet PC dar. Um einen besseren Eindruck zu vermitteln habe ich das Werbevideo der Firma in den Beitrag eingefuegt:

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Ein interessantes Video wie das Tablet nach Vorstellung von Coursesmart, einem joint venture von fuenf Textbook publishers aussieht. Natuerlich kommen Bibliotheken nicht vor, trotzdem waere es interesannt zu ueberlegen wie die Rolle von Bibliotheken auf in dieser “Welt” aussieht.


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Heute wollte ich einen genaueren Blick auf das Programm des Bibliothekskongresses werfen. Dies wird einem jedoch nicht gerade einfach gemacht. Über die Webseite lassen sich die Detailansichten der einzelnen Panels gar nicht einsehen. Allein Über eine Google suche, die auf die Site begrenzt war ist es mir gelungen auf die Webseiten der Detailansicht zuzugreifen (aber auch nicht direkt sondern nur dank Google Cache. Ich hoffe, die Fehler werden bald behoben.

Vereinzelt stoesst man auch noch auf nicht vorhandene Abstracts (mit dem Vermerk wird nachgereicht) . Da fragt man sich natürlich, wie hier eine Qualitätskontrolle stattfinden konnte?

Update: Kaum gebloggt schon behoben :) Die Seite funktioniert wieder

Update 2: Naja die Ladezeiten lassen zu wuenschen, man bekommt eher das Gefuehl ein fehlerfreier Zugriff ist Glueckssache.


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Noch vor der offiziellen Eroeffnung (11:00 - 12:00) wird am Montag den 15.03.2010 Michael Stevens (Blog Tame the Web) auf dem Bibliothekskongress zu hoeren sein. Unter dem Titel “The Hyperlinked Community Library - Trends, Tools & Transparency” wird Michael Stevens, der einer der fruehen Library 2.0 Vertreter ist sicherlich interessantes zu berichten haben. Warum dies zu einem solch unguestigen Zeitpunkt erfolgen muss ist mir nicht klar. Es lohnt sich aber auf jeden Fall fruehzeitig auf dem Kongress zu sein.


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Dieser Beitrag von Anne Christensen, Patrick Danowski und Adrian Pohl wurde zeitgleich auf den Blogs netbib, Bibliothek 2.0 und mehr und Übertext veröffentlicht.
Katalogdaten sind zweifellos gefragter denn je - nicht nur für Zwecke der Fremddatenübernahme bei der Katalogisierung, sondern auch im Web 2.0, von Sozialen Katalogisierungsanwendungen wie LibraryThing und Open Library. Darüberhinaus gewinnen mit dem unaufhaltsamen Fortschritt von Linked Data, der dieses Jahr seinen bisherigen Höhepunkt erreicht hat, Katalogdaten in einem weiteren Anwendungsbereich an Bedeutung. Die Verlinkung freier Daten (Linked Open Data) bietet uns die Möglichkeit, das Wissen, was in den Titel- und Normdaten enthalten ist, abzuschöpfen und durch die Verknüpfung mit anderen - nichtbibliothekarischen - Wissensressourcen seine Nutzungsmöglichkeiten zu maximieren.

Kommerz mit Metadaten

Parallel zu dieser Entwicklung des Internet zum Linked-Data-Web und der Aussicht auf ganz neue Möglichkeiten der Recherche und Wissensgewinnung entwickelt sich aber auch die kommerzielle Nutzung von Metadaten in ganz neue Dimensionen. OCLC, das etwa ein Drittel seines Umsatzes mit dem Verkauf von anderen produzierter Katalogdaten macht, versuchte mit einer neuen Metadaten-Policy - unter Umgehung der Mitgliederbasis und der bibliothekarischen Gemeinschaft, die das Vorhaben schließlich zu Fall brachten -, sein Monopol auf die Katalogdaten der Mitgliedsbibliotheken juristisch zu zementieren. Organisationen wie EBSCO und Serials Solutions  versuchen mit ihren neuen Produkten EBSCO Discovery Service und Summon eine Menge Geld im Bereich Aggregierung und Verkauf von Metadaten und dazugehörigen Suchoberflächen zu verdienen.

Open Access: ja, Open Data: ja, Open Bibliographic Data: nein

Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass die deutschsprachigen Bibliotheken und Bibliotheksverbünde sich bisher kaum mit neuen Nutzungsmöglichkeiten ihrer bibliographischen Daten auseinandergesetzt haben. Adrian Pohl stellte zwar am Ende seiner Dokumentation der OCLC-Metadaten-Kontroverse bereits u.a diese Frage für die deutschsprachige Bibliothekswelt:

“Wie stehen deutsche Bibliotheken im Allgemeinen zu einem Urheberrecht auf bibliografische Metadaten und zu einer Einschränkung des Zugangs auf diese Daten? Wie zum freien Zugang und zur kostenlosen Verbreitung von Metadaten?” (S.288)

Über Problemstellungen wurde aber bisher selten geredet und an die Öffnung und Verfügbarmachung der mit öffentlichen Mitteln produzierten bibliothekarischen Daten wird kaum ein Gedanke verschwendet. Zur gleichen Zeit wird die Bibliothekswelt nicht müde als ein wichtiger Pfeiler der Open-Access-Bewegung lautstark von anderen, nämlich Wissenschaftlern, die Freigabe ihrer Arbeitsprodukte, sowohl von Publikationen also auch von Rohdaten, zu fordern.

Es tut sich was…

Es sind aber erste Entwicklungen hin zur Freigabe bibliographischer Daten auszumachen: Im Strategieentwurf des Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) vom August dieses Jahres ist die Entwicklung einer Lizenz zur Freigabe der Verbunddaten festgehalten, auch das Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz) unterstützt die Freigabe von Katalogdaten und Patrick Danowski hat - wie im Übertext berichtet - auf der Tagung “Semantic Web für Bibliotheken” angekündigt, dass die CERN Library ihre Daten öffnen werde. (Leider hat sich der angekündigte Termin auf Januar 2010 verschoben)

…aber: Zwei Open-Data-Vorträge abgelehnt

Dass das Thema - auch im Bibliothekswesen - an Bedeutung gewinnt, ist also klar. Dies zeigte sich auch daran, dass mindestens zwei Vortragsvorschläge dazu - von den Autoren und der Autorin dieses Beitrags - für den Bibliothekskongress 2010 eingereicht worden sind. (Die beiden Abstracts sind am Ende dieses Textes dokumentiert.) Leider entschied die Programmkommission (deren Zusammensetzung nicht transparent im Internet dokumentiert ist), dass dem Thema “Freie bibliographische Daten” auf dem Bibliothekskongress kein Forum geboten werde. Beide Vorträge wurden abgelehnt. Insgesamt ist das Auswahlverfahren für den Bibliothekartag wie Bibliothekskongress wenig transparent.

Nachdem die erwähnte Tagung “Semantic Web in Bibliotheken” vom hbz und der ZBW im November 2009 innerhalb von kürzester Zeit ausgebucht war, ist es umso bedauerlicher, dass dem offensichtlichen Interesse von Kolleginnen und Kollege an dieser Thematik in dem Leipziger Programm anscheinend nicht Rechnung getragen wurde. Bibliotheken haben mit Open Data die Chance, sich als Erzeugerinnen und Anbieterinnen von qualitativ hochwertigen, webfähigen Daten zu profilieren. BID Deutschland, die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände, als Veranstalterin des Leipziger Kongresses versäumt damit den eigenen Anspruch, “zeitgemäße Informationsdienstleistungen als Voraussetzung für die Entwicklung von international konkurrenzfähigen Produkten zur Verfügung zu stellen”.

Gespannt erwarten wir das Programm, um zu sehen welche Themen BID Deutschland für wichtig und innovativ hält.

Dokumentation der eingereichten Abstracts:

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